Logistikgruppe Panalpina mit Startschwierigkeiten

Der Logistikkonzern verdiente im ersten Quartal weniger verdient als in der Vorjahresperiode: Der operative Gewinn des Konzerns auf Stufe EBIT ging trotz tieferer Betriebskosten um über einen Drittel auf 16,4 Millionen Franken zurück, wie Panalpina am Freitag mitteilte.

Der Reingewinn belief sich auf 12,4 Millionen Franken, was einer Abnahme von 28 Prozent entspricht. Auch umgesetzt hat das Unternehmen leicht weniger: Der Nettoumsatz sank um 2,3 Prozent auf 1,28 Milliarden Franken.

Positiv war die Entwicklung des Transportvolumens. In der Luftfracht wuchs das Volumen im ersten Quartal um 8 Prozent, während der Markt um rund 6 Prozent zulegen konnte, wie das Unternehmen schätzt. Insbesondere die Handelsrouten zwischen Asien und Europa hätten zum Wachstum beigetragen.

Der operative Gewinn (EBIT) in diesem Segment ging leicht von 17,8 auf 17,1 Milliarden Franken zurück. Die Profitabilität habe die Luftfracht auf Vorjahresniveau halten können.

Seefrachtgeschäft in den roten Zahlen

Anders sieht es in der Seefracht aus, wo das Unternehmen weiterhin rote Zahlen schreibt. Grund dafür ist der anhaltende Margendruck nach dem Kollaps der südkoreanischen Reederei Hanjin im vergangenen Herbst. Der operative Verlust (EBIT) verringerte sich allerdings um rund 27 Prozent auf 3,15 Millionen Franken.

Immerhin nahm auch hier das Transportvolumen zu; nämlich um 7 Prozent, während der Markt um 4 Prozent wuchs. Hier waren die Routen über den Atlantik und ebenfalls jene zwischen Asien und Europa ausschlaggebend für das Wachstum.

Im Segment Logistik, dem Geschäft mit dem Strassentransport und den Lagerhäusern, konnte das Unternehmen den operativen Gewinn (EBIT) um fast 29 Prozent auf 2,37 Millionen steigern. Dies entspricht gemäss der Mitteilung dem höchsten jemals verzeichneten Quartalsergebnis.

Die Konzernleitung hatte bereits im März bei der Präsentation der Jahreszahlen angekündigt, dass das erste Quartal hinter der Vorjahresperiode liegen dürfte. «Wir erwarten, dass die herausfordernde Marktdynamik im weiteren Verlauf des Jahres anhalten wird», lässt sich Firmenchef Stefan Karlen in der Mitteilung zitieren. Oberste Priorität habe, das Seefrachtgeschäft wieder rentabel zu machen.