Schwyzer Katholiken büssen weiter an Bedeutung ein

Im katholischen Kanton Schwyz nimmt der Anteil der Katholiken seit Jahren ab. Bild Bilderbox

In der einstigen Katholiken-Hochburg Kanton Schwyz sind gemäss aktuellen Zahlen des Bundesamts für Statistik (BfS) lediglich noch 60 Prozent der Bevölkerung katholisch. In March und Höfen sind es gar noch weniger. 

Erst gestern fanden in ganz Ausserschwyz etliche Feste aus Anlass des Weissen Sonntags statt. Dabei feierten zahlreiche Kinder ihre Erstkommunion und wurden damit in die Reihen der Kirche aufgenommen. Aus den voll besetzten Kirchenbänken und dem vielen Nachwuchs würde man eigentlich schliessen, dass die katholische Kirche stetig wächst. Dies ist allerdings ganz und gar nicht der Fall, wie neuste Zahlen des Bundesamts für Statistik (BfS) zeigen. In Wahrheit stagniert die Zahl der Katholiken im Kanton Schwyz seit Jahren – und das trotz starkem Bevölkerungswachstum. Damit schrumpfte ihr Anteil in der Bevölkerung immer weiter. Gehörten 1990 noch 80 Prozent der Schwyzer der römisch-katholischen Glaubensgemeinschaft an, sind es heute nur noch gut 60 Prozent.

Von zwei auf 25 Prozent

In Ausserschwyz ist die Lage aus Sicht der Kirche gar noch prekärer. Von den in der March lebenden Personen sind nur noch 56 Prozent Katholiken, in den Höfen 45 Prozent. Mögliche Gründe findet man zumindest teilweise ebenfalls in den Daten des BfS. So hat beispielsweise die Zahl der Konfessionslosen relativ stark zugenommen.

Heute kaum mehr zu glauben, lag der Anteil der Konfessionslosen im Jahr 1980 in der March noch unter einem Prozent, in den Höfen bei gut zwei Prozent. Bis 1990 steig er leicht auf zwei Prozent in der March und 4,7 Prozent in den Höfen. Nochmals zehn Jahre später, im Jahr 2000, waren fünf Prozent der Märchler und schon zehn Prozent der Höfner konfessionslos. Und bis 2015 hat sich der Anteil der Konfessionslosen nochmals rasant erhöht: 17 Prozent March und 25 Prozent Höfe.

Die evangelisch-reformierte Gemeinschaft hat in den Höfen einen hohen Anteil von gut 19 Prozent, dieser schrumpfte allerdings seit 1990 leicht. In der March machen die Reformierten rund 14 Prozent der Bevölkerung aus. Seit rund 15 Jahren ist dieser Anteil mehr oder weniger konstant. (obo)

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Printausgabe von Montag.