Blumenuhr soll Touristen anziehen und Vandalen vertreiben

Die bei Touristen beliebte Blumenuhr in der Stadt Genf ist einem Facelifting unterzogen worden. Sie kann neu nicht nur die Minuten und Sekunden anzeigen, sondern auch aufheulen, wenn Vandalen ihr zu nahe kommen.

Die Blumenuhr ist neben dem Springbrunnen – dem jet d’eau – eines der meist fotografierten Sujets in der Stadt Genf. Sie wurde 1955 vom Landschaftsarchitekten Armand Auberson für die Stadt geschaffen und befindet sich am Eingang des Jardin anglais.

Touristen kämen von weit her, um diese Sehenswürdigkeit zu verewigen, sagte der Genfer Bürgermeister Guillaume Barazzone am Dienstag vor den Medien. Die Blumenuhr sei auch ein Schaufenster der Uhrmacherkunst von Genf.

In den letzten Jahren habe die Zahl der Vandalenakte gegen dieses Naturdenkmal exponentiell zugenommen, sagte Barazzone. Im letzten Jahr seien die Klagen über mutwillige Beschädigungen gar auf 55 gestiegen, verglichen mit 21 im Vorjahr und zwölf im Jahr 2014.

Um das Phänomen in den Griff zu bekommen, sei der Ort nun besser abgesichert worden. Auf der Anhöhe des Hügels befindet sich neu ein Detektor, der einen Alarm auslöst, sobald jemand in den Perimeter der Blumenuhr eindringt. Die Sirene und das Leuchtsignal sind mit einer Alarmzentrale verbunden. Ausserdem wurde die Barriere, welche die Blumenuhr umgibt, erhöht.

Längster Sekundenzeiger der Welt

Die Blumenuhr erhielt aber auch ein Facelifting. Der Mechanismus der Uhr wurde vom Genfer Uhrenhaus Patek Philippe erneuert. Es stiftete neue Zeiger, darunter einen Sekundenzeiger, der zu den längsten der Welt zählen soll.

Überdacht wurde auch das Blumenkonzept. Das Bild der Uhr wird mit rund 13’000 Pflanzen «gezeichnet», die während des Sommers mitwachsen, bevor sie für die Wintersaisons ausgewechselt werden. Die Bewässerung erfolgt automatisch.