Militärbündnis bestätigt Abschuss eines syrischen Kampfjets

Bei den Gefechten um die IS-Hochburg Al-Rakka in Nordsyrien ist ein Kampfjet der syrischen Streitkräfte vom US-geführten Militärbündnis abgeschossen worden. Das Flugzeug warf zuvor Bomben in der Nähe verbündeter Truppen der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) ab.

Daraufhin sei die Maschine umgehend von einer F/A-18E abgeschossen worden, teilte das US-Verteidigungsministerium am Sonntag mit. «Das Bündnis strebt keine Kämpfe gegen das syrische Regime oder mit ihm verbündete russische und regimetreue Kräfte an», heisst es in der Mitteilung. Es werde aber auch nicht zögern, wenn Kräfte der Koalition oder ihrer Verbündeten bedroht würden.

Auch die syrische Staatsagentur Sana berichtete am Sonntagabend über den Abschuss des Kampfjets vom Typ Suchoi Su-22. Der Pilot der Maschine werde seit dieser «schamlosen Aggression» vermisst, hiess es. Der Jet habe einen Kampfeinsatz gegen Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) geflogen.

Russland verurteilte den Abschuss mit scharfen Worten. Dies sei ein «Akt der Aggression und unterstützt Terroristen», zitierte die Nachrichtenagentur Tass am Montag Vize-Aussenminister Sergej Rjabkow. Zuvor hatte Aussenminister Sergej Lawrow die USA aufgefordert, von einseitigen Aktionen abzusehen. Russland ist im syrischen Bürgerkrieg ein Verbündeter der Regierung in Damaskus.

Der IS steht in seinem Kerngebiet in Syrien und im Irak schwer unter Druck. Parallel zu der Offensive des von US-geführten Luftangriffen unterstützten kurdischen Bündnisses gegen Al-Rakka läuft inzwischen auch die entscheidende Phase der Schlacht um die nordirakische IS-Hochburg Mossul.