Jahresergebnis um 8 Mio. Fr. zu ungünstig dargestellt

Der Kanton hat die Steuereinnahmen zu tief angegeben. Bild Archiv

Die Finanzkontrolle des Kantons Schwyz kritisiert im Tätigkeitsbericht 2016, dass in der Staatsrechnung 2015 gewisse Steuererträge nicht erfasst wurden. Dies widerspreche den gesetzlichen Bestimmungen. 2015 gewisse Steuererträge nicht erfasst wurden.

Die Prüfung der Staatsrechnung des Kantons Schwyz stellt eine Kernaufgabe der Finanzkontrolle dar. Im soeben veröffentlichten Tätigkeitsbericht für das Jahr 2016 rügt sie, dass gewisse Steuerguthaben nicht bilanziert worden sind. «Per Stichtag werden lediglich für die Einkommens- und Vermögenssteuern die offenen Steuer- guthaben von den Gemeinden erhoben und die Forderungen aus dem Berichtsjahr pauschal zu 50% bilanziert», heisst es im Bericht. Ältere Forderungen seien gar nicht bilanziert. Und für alle übrigen Steuerarten würden die per Stichtag offenen Forderungen nicht erfasst.

Diese Verbuchungspraxis widerspricht laut Finanzkontrolle den massgebenden gesetzlichen Bestimmungen, wonach die Rechnungsführung eine «klare, vollständige und wahrheitsgetreue Übersicht über den Fi- nanzhaushalt, das Vermögen und die Schulden» zu vermitteln hat. Die Finanzverwaltung rechnet vor, dass damit die Steuerguthaben im Umfang von 38,847 Mio. Fr. zu tief ausgewiesen wurden und das Jahresergebnis 2015 um 8,019 Mio. Fr. zu ungünstig dargestellt wird. (dko)