Venezuelas Aussenminister kontert Vorwürfe aus Menschenrechtsrat

Venezuela hat die Vorwürfe aus dem UNO-Menschenrechtsrat entschieden zurückgewiesen. «Diese Berichte entbehren jeder Grundlage», sagte Aussenminister Jorge Arreaza vor den 47 für je drei Jahre gewählten Mitgliedern des Rates in Genf.

Damit solle nur die Souveränität und Stabilität seines Landes untergraben werden, sagte Arreaza.

«Wir verlangen, dass der Hochkommissar solche Aggressionen gegen unser Land unterbindet», sagte Arreaza. Dieser sei voreingenommen. Die Gewalt bei den Demonstrationen gegen die Regierung hätten Oppositionelle gestartet, die den USA nahe stünden. Mit einer Wirtschaftsblockade und einer Manipulation des Ölpreises werde versucht, die Entwicklung Venezuelas zu stoppen.

Zuvor hatte der UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein gesagt: «Meine Untersuchungen legen die Möglichkeit nahe, dass Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen worden sein könnten.» Er hatte dem Sicherheitsapparat der Regierung von Präsident Nicolás Maduro Ende August bereits Folter von Andersdenkenden vorgeworfen.

Mindestens die Hälfte der 124 Todesfälle bei den Protesten zwischen April und Juli gehe auf das Konto der Sicherheitskräfte, berichtete das Büro des UNO-Hochkommissariats Ende August.