Zwei Tote in Hamburg infolge von Sturmtief «Sebastian»

Über Teile Deutschland ist am Mittwoch ein Herbststurm hinweggezogen, bei dem mindestens zwei Personen in Hamburg ums Leben kamen. Wie die Feuerwehr mitteilte, wurde am Elbanleger Blankenese ein Rollstuhlfahrer nach Angaben von Zeugen in den Fluss geweht.

Ein Grossaufgebot suchte mit Tauchern, Booten und einem Helikopter nach dem Mann, konnte ihn aber nur noch tot bergen. Bei heftigen Windböen wurde zudem ein 38-jähriger Passant von einem herabstürzenden Gerüst erschlagen.

Ein Teil habe sich «vermutlich witterungsbedingt» am siebten Obergeschoss eines Gebäudes gelöst und sei auf den Fussgänger gestürzt, sagte ein Sprecher der Polizei.

Laut Feuerwehr fanden Rettungskräfte den Mann leblos auf dem Trottoir. Sie brachten ihn in ein Spital, wo er nach Polizeiangaben seinen Verletzungen erlag. Das Sturmtief «Sebastian» hatte am Mittwoch mit schweren Windböen und Starkregen auch über Hamburg gewütet.

Bei der Bahn in Deutschland waren viele Strecken blockiert, auch wegen umgestürzten Bäumen. An der Nordsee fielen etliche Fährverbindungen aus. Der Wind beschädigte auch Autos und Gebäude; Dachziegel flogen umher.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Mittwoch vor Orkanböen, die in einzelnen Fällen Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde erreichen könnten.