Leuthard bringt Schweinchen zum Quicken

Ob während des Zweiten Weltkriegs oder heute: Essen interessiert immer, wie der Erfolg der Olma seit 75 Jahren zeigt. Bundespräsidentin Doris Leuthard gratulierte der grössten Publikumsmesse der Schweiz zum Geburtstag.

Messen habe es in St. Gallen bereits früher gegeben. «Doch erst die in den entbehrungsreichen Jahren des Zweiten Weltkriegs 1943 erstmals organisierte Olma stiess auf breiten Zuspruch», sagte Doris Leuthard am Donnerstag bei der Eröffnung der 75. Olma. Die Anbauschlacht sei damals in vollem Gang gewesen, es habe sich die Frage gestellt: «Mehr anbauen – oder hungern?».

Obwohl das Thema Ernährungssicherheit dank der starken Ausweitung der Produktion später in den Hintergrund gerückt sei, habe das Thema Ernährung nicht an Aktualität eingebüsst. Dies habe das klare Ja zum Verfassungsartikel zur Ernährungssicherheit gezeigt, sagte Leuthard.

Die Schweiz stehe vor grossen Herausforderungen. Durch die Zersiedelung sei der Boden knapp und der Klimawandel verändere die Produktionsbedingungen. Viele Bauernbetriebe seien zu stark abhängig vom Bund. Dies gehe zu Lasten von Steuerzahlern und Konsumenten.

Der Bundesrat werde sich in den kommenden Wochen mit der Weiterentwicklung der Agrarpolitik beschäftigen. Die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Landwirtschaft solle optimiert werden, sagte Leuthard.

Bei einem Rundgang durch den Stall stellte sich die Bundespräsidentin für das obligate Bild mit Säuli dem Blitzlichtgewitter der Medien. Allerdings war das kleine Tier alles andere als hocherfreut und quiekte lauthals um Hilfe, sodass es rasch wieder seiner Mutter übergeben werden musste.