Mehrere Verletzte bei Zugunglück in Nordrhein-Westfalen

Beim Zusammenprall zweier Züge in Nordrhein-Westfalen sind am Dienstagabend nach ersten Erkenntnissen mehrere Menschen verletzt worden. Auf der Zugstrecke in Meerbusch-Osterath prallte ein Personenzug auf einen Güterzug. Die Bergungsarbeiten gestalten sich schwierig.

Die Bundespolizei Nordrhein-Westfalen sprach nach ersten Schätzungen von 50 Verletzten, die Deutsche Bahn (DB) nannte zunächst 20 Verletzte. Nach Angaben der Feuerwehr Meerbusch waren bis zu 150 Fahrgäste im Zug. Fünf von ihnen seien verletzt, twitterte die Feuerwehr gegen 21 Uhr.

Mehrere Feuerwehren aus der Region eilten zur Unfallstelle. Die Versorgung der Menschen im Zug geniesse «hohe Priorität», erklärte die Feuerwehr weiter. Ein abgerissener Fahrdraht erschwere derzeit den Zugang zum Zug. Es gebe Kontakt zu den Eingeschlossenen.

Nach Angaben der DB war ein Zug der Regional-Express-Linie 7 auf einen stehenden Güterzug von DB Cargo aufgefahren. Warum der Güterzug, der auf dem Weg von Dillingen nach Rotterdam war, einen Halt eingelegt habe, sei noch nicht bekannt, sagte eine Bahnsprecherin in Berlin.

Das Unternehmen und Rettungskräfte bemühten sich um «schnelle Hilfe für die Betroffenen und Klärung der Sachlage», hiess es in der Mitteilung weiter.

Bundeskanzlerin Angela Merkel verfolgt die Lage nach dem Zugunglück in Nordrhein-Westfalen, wie Regierungssprecher Steffen Seibert über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. «Hoffentlich kann allen Verletzten rasch geholfen werden. Dank für den Einsatz der Rettungskräfte.»