Unbekannte stehlen erneut Internet-Zugangsdaten

Erneut haben Unbekannte rund 70’000 Zugangsdaten zu Internet-Diensten gestohlen. Die Melde- und Analysestelle Informationssicherung des Bundes (Melani) stellt ein Checktool zur Verfügung, mit dem alle Nutzer überprüfen können, ob sie betroffen sind oder nicht.

<p>Melani hat die Liste wie bereits im vergangenen August, als der Diebstahl von 21'000 Zugangsdaten zu Internet-Diensten bekannt geworden war, aus einer vertraulichen Quelle erhalten. Das geht aus einer Mitteilung vom Dienstag hervor. Die Liste enthalte Zugangsdaten, bestehend aus Login und Passwort.</p>
<p>In vielen Fällen bestehe der Benutzername der betroffenen Zugangsdaten aus der E-Mail-Adresse. Verwenden Internet-User bei solchen Logins für verschiedene Online-Portale dasselbe Passwort, ermögliche dies potenziellen Tätern auf einfache Weise, diese Zugangsdaten für illegale Zwecke wie Betrug, Erpressung, Phishing und anderes zu missbrauchen, schreibt Melani.</p>
<p>Melani rät Personen und Unternehmen, über das Checktool https://www.checktool.ch zu überprüfen, ob sie selber betroffen sind. Sollte ein Konto betroffen sein, gebe das Checktool eine entsprechende Meldung aus. Für diesen Fall rät Melani, umgehend das Passwort sämtlicher Online-Konten, die mit der betroffenen E-Mail-Adresse respektive dem Benutzernamen verknüpft sind, zu ändern.</p>
<p>Die Bundesstelle empfiehlt Betroffenen zudem, alle in den E-Mail-Kontakten aufgeführten Personen darüber zu informieren, dass sie beim Empfang von E-Mails mit dem betroffenen Absender vorsichtig sein und im Zweifelsfall rückfragen sollten. </p>
<p>Zudem sollten vom Datendiebstahl betroffene Internetbenutzer in den kommenden Wochen jegliche Art von Kontoauszügen und Kreditkartenabrechnungen auf Unregelmässigkeiten überprüfen.</p>
<p>Für die Überprüfung mit dem Checktool ist nur die Eingabe der E-Mail-Adresse respektive des Benutzernamens notwendig. Diese Angaben würden nicht im Klartext an Melani übermittelt und auch nicht gespeichert, heisst es weiter.</p>
<p>Im vergangenen August war bereits der Diebstahl von 21'000 Zugangsdaten bekannt geworden. Auch damals bot Melani einen einfachen Online-Test an, um zu überprüfen, ob die eigene E-Mail-Adresse betroffen ist. Generell hat Melani dazu geraten, bei jedem Internet-Dienst oder Online-Portal ein separates Passwort zu verwenden.</p>