Von Jacques Soguel bis zu Nico Hischier

Heute vor 100 Jahren startet die National Hockey League (NHL) ihren Spielbetrieb. Was bescheiden anfängt, entwickelt sich zur besten Eishockey-Liga der Welt und einem Milliarden-Business.

Die Nachrichtenagentur sda blick zurück auf internationale Meilensteine und Schweizer Highlights:

1917: Am 26. November gründen die Montreal Canadiens, Montreal Wanderers, Ottawa Senators und Quebec Bulldogs die National Hockey League – als Nachfolger der National Hockey Association (NHA). Der Spielbetrieb beginnt am 19. Dezember mit den vier Klubs Montreal Canadiens, Montreal Wanderers, Ottawa Senators und Toronto Arenas. Die Arenas springen kurzfristig für die Quebec Bulldogs ein, die keine Mannschaft zusammenbringen.

1924: Mit den Boston Bruins steigt die erste Mannschaft aus den USA in die NHL ein.

1926/27: Erstmals spielen nur NHL-Teams um den Stanley Cup, den davor auch Klubs anderer Ligen gewinnen konnten. Die NHL besteht aus zehn Teams.

1938: Erste Europa-Tour von NHL-Klubs durch die Montreal Canadiens und Detroit Red Wings in der Vorbereitung.

1942/43: Als Folge der Wirtschaftskrise und des Zweiten Weltkriegs müssen einige Teams den Betrieb einstellen. Die Ära der «Original Six» (Montreal Canadiens, Toronto Maple Leafs, Boston Bruins, Chicago Blackhawks, Detroit Red Wings, New York Rangers) beginnt. Sie dauert 25 Jahre.

27. Januar 1965: Der Schwede Ulf Sterner debütiert für die New York Rangers und wird zum ersten in Europa geborenen und ausgebildeten Spieler in der NHL.

1967/68: Die NHL expandiert durch den Einstieg der «Second Six» (Philadelphia Flyers, Los Angeles Kings, St. Louis Blues, Pittsburgh Penguins, Minnesota North Stars, Oakland Seals) von sechs auf zwölf Clubs.

1972: Mit den Atlanta Flames, die 1980 nach Calgary umziehen, expandiert die NHL in den Süden. New York bekommt mit den Islanders ein zweites Team.

1972: In der «Summit Series» (vier Spiele in Kanada und vier in Moskau) spielen erstmals die besten NHL-Spieler und die besten aus der Sowjetunion gegeneinander. Das Team aus der NHL gewinnt die Serie mit 4:3 Siegen (ein Unentschieden).

1976: Jacques Soguel wird 1976 als erster Schweizer gedraftet. Der Stürmer des HC Davos wird von den St. Louis Blues als Nummer 121 gezogen, spielt aber nie in der NHL.

1979: Die World Hockey Association (WHA), die 1972 als Konkurrenz zur NHL gegründet worden war, gibt auf. Die Edmonton Oilers, Hartford Whalers, Quebec Nordiques und Winnipeg Jets wechseln von der WHA in die NHL.

1981/82: Wayne Gretzky (Edmonton Oilers) stellt mit 92 Saisontoren einen noch immer gültigen Rekord auf.

1985/86: Gretzky («The Great One») stellt mit 215 Skorerpunkten einen noch immer gültigen Rekord auf.

1989: Sergej Prjachin wird der erste aktuelle sowjetische Nationalspieler, der mit offizieller Erlaubnis in die NHL wechselt (zu den Calgary Flames). Weitere Stars wie Wladimir Krutow, Igor Larionow oder Sergej Makarow folgen.

1991: Nach zwölf Jahren Pause beginnt mit dem Einstieg der San Jose Sharks eine neue Ära der Expansion.

1992/93: Die Montreal Canadiens gewinnen ihren 24. Stanley Cup (Rekord). Es ist der bisher letzte Triumph einer kanadischen Mannschaft.

29. Januar 1995: Goalie Pauli Jaks steht als erster Schweizer in einem offiziellen NHL-Spiel auf dem Eis. Er wird bei den Los Angeles Kings nach einem Drittel gegen die Chicago Blackhawks (Schlussresultat 3:6) eingewechselt und hält 23 von 25 Schüssen. Es bleibt sein einziger Einsatz für die Kings.

2000/01: Der Finne Alpo Suhonen, in der 90er-Jahren zweimal Meister mit dem EHC Kloten, und der Tscheche Ivan Hlinka sind die ersten europäischen Cheftrainer von NHL-Klubs. Suhonen führt die Chicago Blackhawks, Hlinka die Pittsburgh Penguins.

5. Oktober 2000: Mit Reto von Arx kommt bei den Chicago Blackhawks erstmals ein Schweizer Feldspieler in der NHL zum Einsatz. Er erzielt in seinem zweiten Spiel auch das erste Tor eines Schweizers.

2001: David Aebischer gewinnt als Ersatzgoalie der Colorado Avalanche als erster Schweizer den Stanley Cup.

2004/05: Wegen eines Streits um den Gesamtarbeitsvertrag entfällt die gesamte Saison. Während des Lockouts sorgen Stars wie Joe Thornton, Rick Nash und Niklas Hagman beim HC Davos für Spektakel und führen die Bündner souverän zum Meistertitel und Spengler-Cup-Sieg.

2006: Martin Gerber gewinnt mit den Carolina Hurricanes als zweiter Schweizer den Stanley Cup. Wie Aebischer kommt er als Ersatzgoalie im Final aber nicht zum Einsatz.

2007/08: Verteidiger Mark Streit stellt bei den Montreal Canadiens mit 13 Toren und 49 Assists in der Qualifikation einen bis heute gültigen Schweizer Punkterekord in einer Saison auf.

25. Januar 2009: Streit, mittlerweile bei den New York Islanders, ist als erster Schweizer beim Allstar-Game der NHL dabei.

2011: Streit wird bei den Islanders als erster Schweizer Captain eines NHL-Teams.

2013: Verteidiger Roman Josi unterschreibt bei den Nashville Predators mit 28 Mio. Dollar für sieben Jahre den bestdotierten Vertrag eines Schweizers.

1. Januar 2014: Beim Winter Classic zwischen den Detroit Red Wings und den Toronto Maple Leafs (2:3 n.P.) sorgen 105’591 Fans im Michigan Stadium von Ann Arbor für einen Zuschauerrekord in der NHL.

23. Juni 2017: Nico Hischier ist der erste Schweizer, der im NHL-Draft als Nummer 1 gezogen wird (von den New Jersey Devils). Der Walliser ist erst die vierte Nummer 1, die nicht aus Nordamerika oder Russland stammt.

2017/18: Die NHL expandiert mit den Golden Knights als erste grosse Liga in die Spieler-Hochburg Las Vegas und zählt neu 31 Klubs.