Bei Bossard kommt ein Familienmitglied an die Konzernspitze

Das Zuger Schraubenhandels- und Logistikunternehmen Bossard wird ab nächstem Jahr vom Familienmitglied Daniel Bossard geleitet. Er löst dann David Dean ab, der 15 Jahre lange Bossard-Chef war.

Daniel Bossard (Jahrgang 1970) sei einstimmig vom Verwaltungsrat gewählt worden. Der bisherige Konzernchef Dean (1959) wird zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen.

Die ordentliche Generalversammlung vom 8. April 2019 werde über den Entscheid befinden, teilte das Unternehmen am Montag mit. Unter Deans 15-jähriger Leitung sei der Konzern stetig gewachsen und habe seine Marktposition in allen grossen Absatzmärkten gefestigt.

Der 48-jährige Bossard ist seit dem Jahr 2000 im Traditionsunternehmen tätig. Er war unter anderem Geschäftsführer für Dänemark, verantwortlich für Verkaufsstrategien, Kundenbeziehungen und seit 2009 Leiter der Marktregionen Nord- und Osteuropa. Unter Bossards Führung sei das Unternehmen in diesen Ländern überdurchschnittlich gewachsen.

Bis zum Wechsel an der Konzernspitze werde Daniel Bossard seine bisherigen Funktionen weiter ausüben, hiess es weiter. Er werde aber seien Mandate als Verwaltungsrat der Kolin Holding AG und als Stiftungsratspräsident der Bossard Unternehmensstiftung per sofort niederlegen.

Die Kolin Holding AG ist voll im Besitz der Familie Bossard. Sie kontrolliert zusammen mit der Bossard Unternehmensstiftung einen Stimmrechtsanteil von 56,1 Prozent der börsenkotierten Bossard Holding AG.