Die offiziellen Schneeschuh-Routen werden von Wollerau aus geplant

August Zollinger, Präsident des Schneeschuhverbandes Schweiz, und Ursula Spillmann, Sekretärin, in der Geschäftsstelle.

Schneeschuhlaufen spielt sich im Höhensegment von 800 Metern aufwärts ab. Alles was darunter liegt, lohnt sich nicht», erklärt August Zollinger, Präsident und Geschäftsführer des Schneeschuh-Verbandes Schweiz mit Sitz in Wollerau. Der Aufwand, eine professionelle Schneeschuhroute anzubieten, sei relativ gross. Da wäre es schade, wenn es nur wenige Betriebstage gäbe.

Kanton Schwyz als Vorreiter

Heute gibt es in neun Kantonen offizielle Schneeschuhrouten. Der SVS zeichnet sich verantwortlich für deren Sicherheit und Naturverträglichkeit. «Davon profitieren sowohl die Schneeschuhläufer als auch die Wildtiere betreffend Winterruhe.» Pilotprojekt war vor sieben Jahren eine erste Route in Euthal. Unterdessen gibt es im Kanton Schwyz viele SVS-Schneeschuhrouten. Diese werden von Tourismusorganisationen, Gemeinden oder dem Kanton betrieben. Schweizweit existieren 178 SVS-Routen mit einer Gesamtlänge von rund 380 Kilometern.

«Das Schneeschuhlaufen wurde ursprünglich von den Chinesen erfunden», weiss der Präsident. Auch die Inuit und Indianer fertigten sich – je nach Schneeverhältnissen – Schneeschuhe mit Holzrahmen und geflochtenem Tierleder an. «Die Schneeschuhe entwickeln sich immer weiter.»