Proteste nach Festnahme von Schwarzen in Starbucks-Café in den USA

Die umstrittene Festnahme von zwei Afroamerikanern in einem Lokal der Café-Kette Starbucks sorgt in den USA für Empörung. Am Wochenende demonstrierten Dutzende vor der Filiale in Philadelphia gegen das ihrer Ansicht nach ungerechtfertigte und rassistische Vorgehen.

Der Vorfall ereignete sich bereits am Donnerstag. Zwei Schwarze hatten Medienberichten zufolge darum gebeten, die Toilette bei Starbucks benutzen zu können. Das sei ihnen verwehrt worden, da sie nichts bestellt hatten. Als sich die Männer daraufhin weigerten, das Café zu verlassen, riefen die Angestellten die Polizei, berichtete NPR.

Kunden filmten die Festnahme und betonten, die beiden Afroamerikaner hätten sich nichts zuschulden kommen lassen. Ein Mann sagte, er sei mit ihnen verabredet gewesen und die Festgenommenen hätten auf ihn gewartet.

Videos der Festnahme wurden Millionen Mal online angesehen. Der Bürgermeister von Philadelphia äusserte seine Besorgnis und betonte, die Polizei habe eine interne Untersuchung des Vorfalls eingeleitet. Polizeichef Richard Ross verteidigte die Vorgehensweise seiner Beamten, diese hätten nur ihr Pflicht getan.

Starbucks-Chef Kevin Johnson entschuldigte sich am Sonntag (Ortszeit) für den «verwerflichen» Vorfall. Er kündigte an, das Unternehmen werde seine internen Regularien überarbeiten, um solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden. Starbucks sei gegen Diskriminierung aufgrund der Hautfarbe, betonte Johnson.