Spitex Höfe arbeitet ihre Vergangenheit auf

Nach zwei turbulenten Jahren ist die Spitex Höfe zur Ruhe gekommen. Das Vertrauensverhältnis zwischen dem jetzigen Spitex-Vorstand unter der Führung von Ad-Interims-Präsidentin Claudia Räber und der RPK ist deutlich besser als zu Zeiten von Räbers Vorgänger Clemens Hauser. Dies untermauert die Tatsache, dass die RPK-Mitglieder die Massnahmen, die der neue Vorstand ergriffen hat, würdigt.

Dazu gehört die Revision der Statuten, über die die Generalversammlung Ende Mai abzustimmen hat. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass es sich hier teils um gezielte Vergangenheitsbewältigung handelt: Die Verantwortlichen der Spitex Höfe wollen eine Wieder-holung der Versäumnisse und Fehler aus der Vergangenheit vermeiden.

Aufgaben klar definieren

So sehen die revidierten Statuten ein neues Unterschriften- und Spesenreglement für den Vorstand vor. «In der neuen Version sind die Entschädigungen durch das vom Steueramt geprüfte Reglement strikt geregelt», so Räber. «Die Aufgaben von Geschäftsleitung, Vorstand und Generalversammlung sind klarer definiert, und wir halten fest, dass der Posten des Geschäftsleiters und jener des Präsidenten nicht mehr von derselben Person besetzt werden darf.» Es sei ungeschickt, wenn bei einem Verein dieser Grösse mit mehr als 60 Mitarbeitenden und annährend 450 Klienten die operative und die strategische Ebene nicht getrennt würden. Die jetzt noch geltende Fassung der Statuten enthalte zwar keine Fehler, doch sei es an der Zeit, sie zu modernisieren und insbesondere auch Ziel und Zweck differenzierter auszuformulieren, als dies bisher der Fall war. Räber: «Die neuen Statuten sind ein Bekenntnis dazu, was uns wichtig ist und wohin wir uns ent-wickeln wollen.»

RPK verweigert Entlastung

Kleine Nachwehen hat die Spitex Höfe trotzdem noch. Das Geschäftsjahr 2017 schliesst mit einem Defizit, folglich ist auch das Vereinsvermögen geschrumpft. Die Rechnungsprüfer prangern wie schon ein Jahr zuvor an, dass die Entschädigung des ehemaligen Präsidenten weder mit der Gemeinnützigkeit des Vereins Spitex Höfe noch mit dem Grundsatz einer haushälterischen Rechnungsführung vereinbar ist und beantragen, die Jahresrechnung nicht zu genehmigen und dem Vorstand die Entlastung nicht zu erteilen. (cla)

Ausführlicher Bericht in der Ausgabe vom Freitag