Probleme auf Gotthardachse dauern bis in den Abend

Wegen einer Fahrleitungsstörung und eines defekten Güterzugs ist der Gotthard-Basistunnel ab Mittwochmorgen für den Personenverkehr gesperrt gewesen. Die Passagiere müssen noch bis 20 Uhr mit Verspätungen von bis zu 60 Minuten rechnen.

Wie die SBB mitteilten, führten zwei gleichzeitige, aber unabhängige Ereignisse dazu, dass beide Röhren des Gotthard-Basistunnels um 7.30 Uhr für den Verkehr gesperrt werden mussten. In der Röhre, in denen die Züge Richtung Süden fahren, kam es zu einer Fahrleitungsstörung, in der Nordröhre erlitt ein Güterzug einen technischen Defekt.

Zwei Güterzüge mussten vom Lösch- und Rettungszug der SBB abgeschleppt werden. Die Nordröhre konnte, nachdem die Ursache der Störung abgeklärt war, um 12.30 Uhr wieder für den Güterverkehr freigegeben werden. In der Südröhre sind dagegen Reparaturarbeiten nötig, so dass diese erst um 20 Uhr wieder befahrbar sein dürfte.

Wegen den eingeschränkten Kapazitäten werden die Personenzüge über die alte Bergstrecke via Göschenen UR und Airolo TI umgeleitet. Die Reisezeiten können sich dadurch um bis zu 60 Minuten verlängern.

Die SBB betonten, dass Störungen im Basistunnel selten seien. In den ersten 18 Betriebsmonaten hätten 99 Prozent der Personenzüge regulär durch den Tunnel fahren können.

Der Basistunnel zwischen Erstfeld UR und Bodio TI war 2016 eröffnet worden. Er ist mit 57 Kilometern der längste Bahntunnel der Welt.