Rund 9'000 Quickline-Kunden von Internetattacke betroffen

Beim Kabelnetzbetreiber Quickline sind rund 9’000 Kunden von einer Internetattacke betroffen gewesen. Die Angreifer missbrauchten einen bestimmten Modemtyp von Quickline für Überlastungsangriffe auf bestimmte Internetanschlüsse.

Dies habe zu Störungen bei den Modems von rund 5 Prozent der über 180’000 Internetkunden geführt, teilte das Unternehmen am Donnerstag in einem Communiqué mit. Fernsehen, Internet und Telefonie seien teilweise davon beeinträchtigt gewesen, wobei das Problem nicht bei allen Kunden gleich und auch nicht in gleichem Ausmass aufgetreten sei, hiess es weiter. Die Störungen seien mittlerweile behoben.

Die Angreifer hatten grosse Datenmengen auf bestimmte Webseiten gelenkt, um diese zum Absturz zu bringen. Dabei seien auch die betroffenen Quickline-Modems ausgestiegen, was zu den Störungen geführt habe.

Die Attacke sei möglich gewesen, weil die Angreifer eine Sicherheitslücke bei den Modems ausgenützt hätten. Die Schwachstelle sei mittlerweile repariert, schrieb der zweitgrösste Kabelnetzbetreiber der Schweiz: «Wie es überhaupt dazu kommen konnte und seit wann die Schwachstelle bestanden hat, wird derzeit weiter untersucht.»

Die Untersuchungen hätten gezeigt, dass nicht Quickline und/oder deren Partner das eigentliche Ziel dieses Angriffs gewesen seien. «Wem der Angriff letztlich gegolten hat, ist derzeit noch unklar und Gegenstand weiterer Abklärungen», schrieb die Kabelnetzfirma: Quickline habe Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht.

Die Nachforschungen von Quickline hätten keinerlei Hinweise auf Datendiebstahl oder Datenmanipulation in irgendeiner Form ergeben.