Wall-Street-Absturz lässt auch Schweizer Börse tauchen

Die Schweizer Börse eröffnet im Strudel des Absturzes an der Wall Street und dem Ausverkauf an den asiatischen Börsen ebenfalls tiefrot. Der Schweizer Leitindex SMI verliert zur Eröffnung 1,5 Prozent.

Damit gewinnt die Talfahrt der vergangenen Handelstage an Geschwindigkeit.

Der New Yorker Aktienmarkt hatte am Mittwoch einen seiner schlimmsten Tage im laufenden Jahr erlebt. Bei den Standardwerten und noch mehr im Technologiesektor standen die Zeichen auf Ausverkauf. Der sich fortsetzende Handelsstreit zwischen den USA und China und die Furcht vor weiter steigenden Zinsen am US-Anleihemarkt setzten den Kursen zur Wochenmitte erneut zu und verstärkten damit die seit einigen Tagen zu beobachtende Abwärtsdynamik.

Abgaben von bis zu 5 Prozent

So brach der technologielastige Nasdaq Composite um 4,08 Prozent ein. Auch der Dow erlebte am Mittwoch einen schwarzen Tag mit einem Verlust von 3,15 Prozent. Dies war der grösste Absturz des Dow Jones seit Anfang Februar. Erst vor einer Woche hatte die Wall Street ein Rekordhoch erreicht.

Auch in Asien flohen die Anleger aus den Aktienmärkten. Der japanische Nikkei-Index fiel am Donnerstag um 4,1 Prozent auf 22’552,31 Punkte.

Die chinesische Börse in Shanghai rutschte sogar um bis zu 5,1 Prozent ab und notierte mit 2586,46 Zählern so niedrig wie zuletzt vor vier Jahren. Der südkoreanische Leitindex steuerte mit einem Minus von 4,2 Prozent auf den grössten Tagesverlust seit sieben Jahren zu. «Bislang ist nicht absehbar, wann die Talsohle erreicht wird», sagte Analyst Chien Bor-yi vom Brokerhaus Cathay Futures.

Keine guten Nachrichten aus China

In der Schweiz bekommen die Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch die Talfahrt am stärksten zu spüren. Beide Aktien fallen zur Handelseröffnung je rund 2,5 Prozent. Der Handelsstreit zwischen den USA und China vermiest den chinesischen Konsumenten die Stimmung – sie sind aber die wichtigste Käufergruppe für Schweizer Luxusuhren und Schmuck.

Und gerade aus China kommen keine guten Nachrichten: So hat die chinesische Zentralbank die Währung Yuan abwerten lassen, womit der Dollar die psychologisch wichtige Barriere von 6,9 Yuan durchbrach. Zudem spitzt sich der Handelsstreit mit den USA weiter zu. US-Präsident Donald Trump hat mit weiteren Strafzöllen gedroht.