Chinesischer Automarkt könnte 2018 erstmals seit Jahren schrumpfen

Angesichts der schwächelnden Konjunktur in Folge des Handelsstreits mit den USA könnte der chinesische Automarkt in diesem Jahr erstmals seit Anfang der 1990er Jahre schrumpfen. Es werde schwierig, bis zum Ende des Jahres eine positive Tendenz zu bewahren.

Dies sagte der Vize-Generalsekretär des Branchenverbandes CAAM, Yao Jie am Freitag: «Es könnte auch einen Rückgang geben.»

In den ersten zehn Monaten diesen Jahres fiel der Absatz um 0,1 Prozent auf 22,97 Millionen Autos. Allein im Oktober betrug das Minus 11,7 Prozent, so viel wie seit sieben Jahren nicht mehr. Es war bereits der vierte Monat in Folge mit rückläufigen Verkaufszahlen.

Sorgen über die wirtschaftliche Situation in China hätten dazu geführt, dass sich viele Menschen grössere Anschaffungen überlegten, gab der Verband als Grund an. In den Monaten zuvor hatte der CAAM auch den Handelsstreit mit den USA aufgeführt.

Zuletzt hatten sich hier aber Annäherungen angedeutet. Eigentlich hatte der CAAM sich für 2018 ein Wachstum des weltgrössten Automarktes von drei Prozent zum Ziel gesetzt. Das wäre das Niveau des Vorjahres, aber immer noch weit weg von dem Plus von 13,7 Prozent 2016.