Andy Rihs ist 75-jährig gestorben

Der verstorbene Andy Rihs machte Phonak gross und war ein grosser Velo- und Fussballfan. Bild zvg

Hörgeräte machten ihn reich, Sportsponsoring populär. Andy Rihs hat jahrzehntelang für Schlagzeilen gesorgt – als Milliardär ohne Berührungsängste, als innovativer Unternehmer und als Sportverrückter, der alles mit Leidenschaft tat und sich von Rückschlägen nicht beirren liess. Am Donnerstag wurde bekannt, dass Andy Rihs mit 75 Jahren gestorben ist. Rihs war auch in Ausserschwyz bestens bekannt. Er war als Besitzer verschiedener Liegenschaften und Geschäfte öfter vor Ort. Noch vor Kurzem erwarb er ein Grundstück in Altendorf.

Sein wirtschaftlicher Aufstieg begann 1966. Zusammen mit einem befreundeten Techniker übernahm Rihs die konkursite Hörgeräte-Firma seines Vaters. Etwas später stiess Bruder Hansueli dazu. Die drei verwandelten Phonak in den nächsten Jahrzehnten zu einem der grössten Hörgerätefirmen der Welt. Andy Rihs führte das Unternehmen lange Zeit als oberster Firmenchef und zugleich als Verwaltungsratspräsident. Seit 2007 befinden sich Phonak und andere Kernmarken unter dem Dach der Sonova Holding AG, die mehr als zwei Milliarden Franken Umsatz pro Jahr macht.

Der Sportfan Andy Rihs blieb als YB-Patron dem Verein auch in schwierigen Zeiten treu. Zwar verhehlte er nicht, dass er offen wäre für einen Verkauf von Stadion und Klub – aber nicht an irgendjemanden, sondern am liebsten an solide Berner Unternehmer, die YB mit dem Herzen verbunden seien. (red)