Jedes achte Schulkind braucht weitere Abklärung

Arzt untersucht einen kleinen Patient

Vor Kurzem publizierte das Amt für Gesundheit und Soziales den neusten Schuljahresbericht des kantonalen Schulgesundheitsdienstes. Die Bilanz: Von den 4120 untersuchten Kindern sollen 538 zur weiteren Abklärung.

Im vergangenen Schuljahr hat der Schulgesundheitsdienst des Kantons Schwyz 4120 (Vorjahr 4449) Schulkinder untersucht. Erstklässler waren es 1434 (1485), Viertklässler 1458 (1396) und in der zweiten Klasse der Sekundarstufe  I 1228 (1568) Schüler.

Untersucht wurden unter anderem die Gewichtsdaten der Schulkinder. «Bei Schuleintritt sind die Kinder tendenziell normalgewichtig. Im Verlaufe der Schulzeit steigt das Gewicht an», hält der Schulgesundheitsdienst fest. Bei den Erstklässlern waren 1,5 Prozent, bei den Viertklässlern 6,5  Prozent und in der 2. Klasse der Sekundar-stufe I 7,5 Prozent übergewichtig.

Knapp 300 Kinder mit
Seh- und Hörverminderungen

Bei 538 Kindern – das heisst bei jedem achten Schulkind – wurde ein auffäl-liger Befund zur weiteren Abklärung empfohlen. In 223 Fällen wegen Sehverminderungen, in 209 Fällen wegen Übergewicht, in 73 Fällen wegen einer Hörverminderung und in 33 Fällen wegen Untergewicht, wie aus der Statistik hervorgeht.

Bei insgesamt 249 Kindern riet der untersuchende Arzt zu einer medi-zinischen / therapeutischen Weiter-behandlung. Bei 21 Kindern empfahl er eine Impfberatung (Impfung mit dem Hausarzt besprechen / Impfung nachholen). 29 Kindern wurde eine Ergo-therapie, 19 Kindern eine Psychomotoriktherapie und je 13 Kindern eine Ernährungsberatung sowie Logopädie empfohlen.

Über 100 Kinder
müssen zum Spezialisten

Bei insgesamt 106 Kindern wurde den Eltern aufgrund der Ergebnisse der Schuleintrittsuntersuchung die -weitere Abklärung bei einem Spezialisten (Hausarzt, Kinderarzt, Chirurg, Orthopäde, HNO-Arzt, Augenarzt, Physio-therapeut, Zahnarzt, etc.) empfohlen. Was auf den ersten Blick nach einer schlimmen Erkrankung klingt, ist oftmals nur «ein harmloser Befund, wie grosse Mandeln, eine Gelenkentzündung oder Ähnliches.» Solche Dinge gelte es «aufs Radar zu nehmen und zu beobachten», wie der stellvertretende Kantonsarzt Arthur Vogt auf Anfrage ausführt.