Ein Potpourri der Schwyzer Kunst in Siebnen

Barbara Schneider-Gegenschatz vor ihrem Schmetterlingswerk.

Am Samstag um 18 Uhr zu Beginn der offiziellen Vernissage von «Kunst Schwyz zeigt Kunst» war die Halle an der Zürcherstrasse in Siebnen gut gefüllt mit Gästen, aber – und deshalb war man schliesslich hier – auch mit Kunstwerken. Um 120 Personen verteilten sich im Raum, der geschickt unterteilt immer wieder zur Galerie wird. Kunstwerke werden es sicher noch mehr sein, denn 30 Künstler stellen jeweils mehrere Exponate aus.

Barbara Schneider-Gegenschatz aus Pfäffikon erwartete die Gäste beim Eingang und zeigte später auch gleich ihre Werke, die sie mit Hilfe vieler verschiedener Rohstoffe herstellt. Acrylfarbe, Asche, Erde und Metall sind nur einige davon. Bei ihrem Bild mit Dutzenden von Schmetterlingen sind deren Flügel aus bemaltem rostigem Blech. Es waren weitere tierische Schöpfungen zu finden, aber auch Menschliches wie die nackten Beine in einem zerwühlten Laken. Auch ins Abstrakte entführen einen die Künstler, mit einer Farbenpracht, die sondergleichen sucht.

Im hinteren Teil der Ausstellung gibt es die bemalten und liebevoll dekorierten Pflastersteine von Olivera Kälin aus Einsiedeln. Ihr Projekt, das sie auf 200 Schulkinder ausgedehnt hat, nennt sie «Steinsiedeln». Die Pflastersteine stammen vom Klosterplatz, der saniert wird, und sie werden auch an Weihnachtsmärkten verkauft. 

Die Gäste berieten sich teils eingehend über die Kunst, und da oder dort wird es zu einem Kauf geführt haben.

«Kunst braucht Austausch»

Die Ansprache zur Vernissage hielt Regierungsrat Michael Stähli aus Lachen. Er betonte, dass Kunst nicht im luftleeren Raum funktionieren könne. «Die Kunst braucht Austausch», sagte Stähli. Weiter sagte er, man könne Schwyz auch zu den Kultur-Kantonen zählen. Man wolle gute Rahmenbedingungen schaffen, auch für bildende Kunst. Danach war das Buffet eröffnet, aber dies tat den Gesprächen keinen Abbruch, die Kunst liess sich von der Kulinarik nicht beirren.