Gute Aussichten für die Schwyzer Wirtschaft

Aufatmen im Kanton Schwyz. Laut einer Studie der SZKB zusammen mit einem unabhängigen 
Wirtschaftsforschungs-institut geht es der Schwyzer Wirtschaft gut. Leicht unter dem Schweizer Index zwar, deshalb knapp unter dem Rahmen der Erwartungen.

Welche Erkenntnisse bringt die halbjährliche Studie? Es sind drei Punkte hervorzuheben. Erstens kann die Schwyzer Wirtschaft als Ganzes nach einer Stagnation im Vorjahr voraussichtlich um 1,8 Prozent zulegen.  Besonderes bemerkenswerte Gewinner sind die holzverarbeitende Industrie, das Baugewerbe, das dank vielen Bewilligungen vor allem im Tiefbau profitiert, und das Gastgewerbe. Die Gästeunterkünfte haben guten Zuspruch von sowohl ausländischen als auch inländischen Gästen bekommen, auch dank günstigerem Schweizer Franken.

Zweitens wird sich das Wachstum der kantonalen Ökonomie aller Voraussicht nach im nächsten Jahr fortsetzen. Insbesondere vom Baugewerbe und dem Finanzsektor werden starke Wachstumsimpulse erwartet. Das bedeutet, dass im kommenden Jahr die Schwyzer Betriebe die Wachstums-lücke zur Schweizer Volkswirtschaft wieder schliessen dürften.

Weniger Arbeitslose

Bemerkenswert und erfreulich ist der dritte Faktor. Die Arbeitslosenquote in unserem Kanton ist so tief wie seit sechs Jahren nicht mehr. Die Unruhen auf dem Arbeitsmarkt, die durch die Übernahme von Charles Vögele durch OVS und deren Konkurs ausgelöst wurden, fanden auch bis zum August dieses Jahres kein Ende. Trotzdem waren seit im August ein halbes Prozent weniger Stellenlose gemeldet als im Dezember 2018, was durchaus positiv zu werten ist. Und welche Trends sagt uns das Lesen im Kaffeesatz fürs nächste Jahr voraus? Erwartet wird eine weitere Zunahme des privaten Konsums, sowohl in der Eurozone als auch im einheimischen Markt. Die Exportchance für die Schwyzer Nahrungs- und Genussmittelindustrie wird als gut eingestuft. Das heisst, der Absatzmarkt für Backwaren, Fleisch, Käse und Schokolade im nahen Ausland dürfte sich weiterhin positiv entwickeln. Das ist wichtig, denn diese Zone deckt fast 80 Prozent des gesamten Exports dieses Schwyzer Industriezweigs ab.