Für den Denkmalschutz plädiert

Martin Killias, schweizweit hochgeachteter ehemalige Strafrechtsprofessor ist jetzt Präsident des Schweizerischen Heimatschutzes und man spürt, er gibt sein Herzblut für sein Ziel: «Zukunft braucht das Früher, deshalb muss Vergangenes in der Gegenwart präsent sein.» Für ihn hat der Begriff «Heimatschutz» nichts Komisches, sondern trifft. 

Killias ist überzeugt, dass die Zerstörung von gewachsenen Quartieren, wichtigen Bauzeugen und naturnahen Landschaften zu einem Heimat- und damit zu einem Identitätsverlust führt. Er setzt sich ein gegen flächendeckende gesichtslose Gleichförmigkeit, wo Kinder nicht mehr wissen, wo sie leben und woher sie kommen. Wie jene 32 Millionen Bewohner von Chongqing in China, welche zu uns als Touristen kommen, um letzte Spuren von Authenzitität zu finden. Es wäre paradox, so Killias, wenn sich auch Schweizer künftig nicht mehr überall bei sich «dehei» fühlten und stattdessen auf «Heimat-Hotspots» wie die Altstadt von Bern oder Venedig angewiesen wären. Zu diesen und weiteren Themen referierte Killias vor Wochenfrist in Siebnen.

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