SVP gibt Zersiedelungsinitiative einen Korb

Die im Restaurant Hirschen in Wangen versammelten SVP-Parteimitglieder stimmten 74:1 gegen die Zersiedelungsinitiative.

An der SVP-Parteiversammlung vom Dienstag entschied sich die Versammlung wenig überraschend gegen die Zersiedelungsinitiative. Dafür wurde die Initiative zur Entlastung des Mittelstands lanciert, womit die Suche nach Unterschriften bald losgehen kann.

Am Dienstag fasste die SVP des Kantons Schwyz im Rahmen der Parteiversammlung in Wangen ihre Parolen zur Zersiedelungsinitiative. Zu diesem Anlass fand eine Pro- und Kontra-Debatte statt, die Co-Kampagnenleiter der Initiative Raphael Schär und SVP-Ständerat Werner Hösli aus dem glarnerischen Haslen bestritten.

Gesamtfläche einfach einfrieren?

Der Saal im Restaurant Hirschen war bis auf den letzten Platz besetzt. Parteiangehörige aus Ausserschwyz aber auch aus Innerschwyz nahmen am Dienstagabend den Weg nach Wangen – laut Peter Dobler, Präsident SVP Wangen, die sonnigste Gemeinde in Ausserschwyz – auf sich, um ihre Stimme zur Zersiedelungsinitiative, aber auch zur Lancierung der Mittelstandsinitiative abzugeben.

Nach einer intensiven Debatte und der Fragerunde stimmten 74 der Anwesenden gegen die Initiative, eine Person stimmte dafür, eine enthielt sich ihrer Stimme.

«Wir sind eine Mittelstandspartei»

Im zweiten Teil des Abends erläuterte Kantonsrat Thomas Haas Inhalt, Wirkung und Ziel seiner Mittelstandsinitiative. Hintergrund der Initiative sei der Umstand, dass die Reallöhne stark unter Druck und die Kosten für den Mittelstand insbesondere im Gesundheitswesen und auf dem Häusermarkt stark gestiegen seien. Um Rentner und Familien zu entlasten, schlagen die Initianten vor, deren Sozialabzüge zu erhöhen (s. Box). Es handelt sich dabei also nicht um eine Umlagerung, wie es die SP vorschlägt. 

Die Versammlung gab einstimmig die endgültige Freigabe zur Lancierung der Initiative. Derzeit liegt der Unterschriftenbogen noch bei der Staatskanzlei zur Abnahme. Genügt dieser den rechtlichen Vorgaben, dürfen die Parteimitglieder auf «Unterschriftenjagd» gehen – 2000 brauchen sie, damit die Initiative zustande kommt.

Ausführlicher Bericht in der Ausgabe vom Donnerstag, 17. Januar.