Immer mehr Banken setzen auf Twint

Mit der Twint-App kann entweder per sogenannter Beacon (rechts) bezahlt werden oder aber mittels Einscannen eines QR-Codes. Weiter kann gebührenlos und sofort Geld an einen Bekannten per Handynummer gesendet werden.

Bezahl-Applikationen werden immer populärer. Die Schwyzer Kantonalbank will aber vorerst den Markt beobachten und dann entscheiden. PostFinance und Raiffeisen hingegen bieten ihren Kunden Twint an.

Die Bezahl-Applikation Twint ist momentan im Aufschwung. Seit Dezember konnte die Tochtergesellschaft der PostFinance 15 000 Neukunden pro Woche gewinnen, insgesamt sind über 1,2 Millionen Schweizerinnen und Schweizer registriert. Doch noch nicht alle Banken setzen auf Twint.

Die Schwyzer Kantonalbank (SZKB) zum Beispiel bietet Twint noch nicht an. Man wolle zuerst den Markt beobachten, sagt Mediensprecher Peter Geisser auf Anfrage. «Noch ist nicht klar, in welche Richtung sich der Markt für Digital Payment-Lösungen entwickeln wird.» Wenn man wisse, welche Produkte sich durchsetzen, werde man sich entscheiden.

Für die SZKB wäre es ein Vorteil, dass sie mit einer solchen App ihre Produktpalette erweitern und die Kundenbedürfnisse befriedigen könne, sagt Peter Geisser weiter. Für den Kunden sei es aber nachteilig, dass Twint aktuell die einzige Möglichkeit für
mobiles Bezahlen sei. «Eine breitere Produktpalette mit Apple oder Samsung Pay, aus welcher die Kunden selber auswählen können, wäre für diese attraktiver», führt Geisser aus. 

App hat Verbesserungspotenzial

Die Raiffeisenbank führt die Twint-App hingegen schon. Der Bankleiter der Raiffeisenbank Linker Zürichsee, Guido Rusch, sieht aber Verbesserungspotenzial: «Die App kann sicher noch schneller werden, gerade beim Bezahlen in Läden.» Speziell gut sei sie hingegen fürs Online-Bezahlen sowie das direkte Senden und Anfordern von Geld zwischen Nutzern.

Vollständiger Bericht in der Ausgabe vom Dienstag, 22. Januar.

Noch kein Abo?