Vor allem die Frauen wollen einen Vaterschaftsurlaub

Die Hälfte der Schwyzer Männer gibt an, gar keinen Vaterschaftsurlaub zu wollen.

Knapp die Hälfte der befragten Männer im Kanton Schwyz möchte auf einen gesetzlichen Vaterschaftsurlaub verzichten. Stehen die Angst vor einem Karriereknick oder konservative Werte dahinter?

Die Mehrheit der Schwyzerinnen und Schwyzer gönnt ihren Vätern einen gesetzlichen Vaterschaftsurlaub. So begrüsst laut den Ergebnissen der aktuellsten von dieser Zeitung in Auftrag gegebenen und vom Marktforschungs-institut Publitest durchgeführten Meinungsumfrage 57 Prozent der Schwyzerinnen und Schwyzer einen Vaterschaftsurlaub. Dabei fänden 42 Prozent einen zweiwöchigen Urlaub gut, gleich viele wollen keinen Vaterschaftsurlaub und knapp jeder Siebte wünscht sich einen Vaterschaftsurlaub von vier Wochen oder mehr. 

Good News also für die Männer? Nicht unbedingt, wenn man die Zahlen genau anschaut. Denn 49 Prozent der Männer wollen den Vaterschaftsurlaub gar nicht. Tatsächlich sind es in erster Linie die Frauen (63 Prozent), die einen Vaterschaftsurlaub begrüssen würden. Warum das? Haben die Männer Angst vor einem Karriereknick?

In der Schwyzer Kantonalbank, die ihren Mitarbeitern einen Vaterschaftsurlaub von zehn Tagen gewährt, wird das Angebot gut und gerne von den frischgebackenen Vätern genutzt, wie das Unternehmen auf Anfrage mitteilt. Alex Kuprecht (SVP), der Mitglied der ständerätlichen Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) ist, die im November die Vernehmlassung zum Gegenvorschlag der Vaterschaftsurlaubs-Initiative eröffnet hat, vermutet hinter diesen Zahlen eine wertkonservative Grundhaltung.

Ausführlicher Bericht in der Ausgabe vom Montag, 21. Januar.

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