U-Bahn um den See: Planergruppe will die Siedlungsentwicklung in der Zürichseeregion revolutionieren

Sie prophezeien der Zürichseeregion eine düstere Zukunft: «Ohne einschneidende planerische Massnahmen wird das Verkehrsregime in den kommenden 20 bis 30 Jahren kollabieren und zu Verhältnissen wie in Mexiko Stadt, Peking oder Lagos führen.» Sie, das sind Architekten, Planer und Politiker, die unter dem Namen Planergruppe Hecht einen kühnen Masterplan für die Zürichseeregion entworfen haben. Er soll bis zum Jahr 2050 etappenweise und unter Beteiligung aller Kantone und Gemeinden rund um den Zürichsee umgesetzt werden.

Die «Hechte» monieren, dass die ehemals schmucken Dörfer am See zu einer gigantischen, monotonen Schlafstadt zusammenwachsen. Der Agglomerationsteppich mit rund 265 000 Einwohnern sei zudem zu einseitig
auf die Metropole Zürich ausgerichtet und in vielerlei Hinsicht von ihr abhängig. Zu den Hauptverkehrszeiten seien Staus die Regel, die Bahn- und Strassenachsen zerschnitten die Dörfer. Der Masterplan Zürichsee soll Abhilfe schaffen – unter anderem mittels eines U-Bahn- und eines Autobahn-Rings rund um den Zürichsee oder schnellen Vaporetto-Verbindungen quer über den See. Dadurch würden die lärmigen Verkehrsschneisen in den Untergrund verlegt. Die gesamte Uferregion würde aufgewertet und der Bevölkerung wieder zugänglich gemacht. Ebenso wichtig ist es nach Ansicht der Planergruppe Hecht, gezielt und sinnvoll Zonen für Wohnen, Gewerbe, Industrie, Erholung und Öffentlichkeit bereitzustellen. All diese Massnahmen förderten letztlich die wirtschaftliche Entwicklung der Region.

Mehr in der Ausgabe vom 25. Januar   Noch kein Abo?