So viele leere Mietwohnungen wie seit 20 Jahren nicht mehr

In Ausserschwyz stehen in Feusisberg, Wollerau, Tuggen und Reichenburg am meisten Wohnungen leer.

Am 1. Juni 2018 standen im Kanton Schwyz 1120 Häuser und Wohnungen leer. Es handelt sich bei den leer stehenden Objekten fast ausschliesslich um Mietwohnungen (889), davon 340 mit drei und 407 mit vier Zimmern. Immobilienberater Wüst Partner hat im Auftrag der Schwyzer Kantonalbank berechnet, dass die Leerwohnungsziffer bei Mietwohnungen mit 2,7 Prozent so hoch ist wie seit Ende der 1990er-Jahre nicht mehr. Grund dafür sind umfangreiche Investitionen in Immobilien und die grosse Bautätigkeit.

Lachen attraktiv zum Wohnen

In Ausserschwyz weisen in den Höfen die Gemeinden Feusisberg (2,97 Prozent) und Wollerau (2,85 Prozent) die höchste Leerwohnungsziffer auf, in der March sind es die beiden Gemeinden Tuggen (2,99 Prozent) und Reichenburg (2,77 Prozent). Schaut man auf den beiden Immobilienportalen Immoscout24 und Homegate nach, wo die meisten Wohnungen ausgeschrieben sind, gehören auch hier wieder Wollerau und Reichenburg zur Spitze. Interessanterweise sind auch in Lachen sehr viele Wohnungen ausgeschrieben, diese scheinen jedoch sehr schnell neue Mieter zu finden, denn in Lachen ist die Leerwohnungsziffer mit 0,56 Prozent sehr tief.

Nur Zug ist teurer zum Wohnen

Wohnen im Kanton Schwyz wird auch immer teurer: Gemäss den aktuellsten Zahlen beträgt der durchschnittliche Mietpreis für eine Drei- bis Vier-Zimmer-Wohnung im Kanton Schwyz 1600 Franken – so teuer wie im städtischen Zürich. Nur in Zug ist es mit durchschnittlich 1898 Franken noch teurer zum Wohnen.