Das Tessin verschwindet unter dem Schnee

Kaum hat der Februar begonnen, ist die Trockenheit im Süden der Schweiz zu Ende. Im Tessin sind bis Freitagnachmittag bis zu 15 Zentimeter Schnee gefallen. Weitere rund 10 Zentimeter könnten am Abend noch dazukommen, wie es bei MeteoSchweiz hiess.

Weiss wurde es selbst um die grossen Tessiner Seen. Am Lago Maggiore und am Luganersee wurden «Schneehöhen» von 2 bis 5 Zentimetern gemessen, wie ein Meteorologe von MeteoSchweiz am Freitagnachmittag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Bis Mitternacht würden im Tessin noch 5 bis 10 weitere Zentimeter Schnee erwartet.

Die Schneefälle blieben bis zum Nachmittag ohne nennenswerte Folgen. Die Tessiner Kantonspolizei verzeichnete bisher lediglich leichte Verkehrsunfälle mit Sachschaden. Viele hätten am Morgen die öffentlichen Verkehrsmittel gewählt, sagte ein Polizeisprecher.

In Graubünden mussten Autofahrer mit schneebedeckten Strassen rechnen. Dies galt gemäss dem kantonalen Tiefbauamt namentlich für die A13, aber auch für die Hauptstrassen im Engadin, im Puschlav, im Münstertal und im Bergell. Für den Tessiner Abschnitt der Autobahn A2 meldete der Touring-Club Schweiz (TCS) schwierige Fahrbedingungen.

Die SBB konnten ihren Bahnbetrieb im Tessin reibungslos aufrechterhalten, wie ein SBB-Sprecher zu Keystone-SDA sagte. Lokal sei es zu kleineren Verspätungen gekommen.

Im Puschlav, im Bergell, im Gebiet zwischen Oberalppass und San Bernardino sowie im Westen des Unterwallis ist nach Angaben des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) die Lawinengefahr gross. Das entspricht der zweithöchsten von fünf Gefahrenwarnstufen. Im Rest der Alpen ist die Lawinengefahr erheblich.

Rekordschneemengen hatte im Januar lediglich die Nordseite der Alpen bekommen. Im Süden dagegen war der erste Monat von 2019 staubtrocken.