Pompeo will Nahost-Probleme durch Kooperation lösen

US-Aussenminister Mike Pompeo hat zur Lösung der Probleme im Nahen Osten die Staaten zur Zusammenarbeit aufgefordert. Kein Land könne es sich leisten, sich herauszuhalten.

«Die USA wollen eine neue Ära der Zusammenarbeit aller Länder, um diese Themen anzugehen», sagte er auf einer Konferenz in Warschau, auf der Aussenminister und andere Vertreter von mehr als 60 Ländern zusammenkommen.

Pompeo griff den Iran nicht direkt an, sondern zählte ihn zusammen mit Syrien, dem Jemen und dem israelisch-palästinensischen Konflikt als ein Problem in der Region auf. Keines davon werde sich von alleine lösen, sagte er: «Wir müssen zusammenarbeiten für die Sicherheit.» Die Aussenminister grosser europäischer Staaten wie Deutschland oder Frankreich nehmen an der Konferenz nicht teil.

US-Präsident Donald Trump hatte das 2015 erzielte internationale Atomabkommen aufgekündigt. Im Zuge dessen wurden von den USA Strafmassnahmen, die als Teil des Abkommens ausgesetzt waren, wieder eingeführt. Damit will die Regierung in Washington den Iran zu Neuverhandlungen über ein wesentlich strengeres Abkommen zwingen. Deutschland, Frankreich und Grossbritannien wollen die Vereinbarungen von 2015 retten.