Gefundene Knoten-Lösung sei reiner «Rohrkrepierer»

Entschärfung ja – aber nicht mittels Linksabbiegeverbot und nicht zulasten der Dorfbevölkerung, so die Sicht der Linthebene Melioration. Bild sigi

Vor rund einem Monat erklärte das Astra, dass für den Unfallschwerpunkt Speerstrasse/Autobahnzubringer in Reichenburg eine Lösung gefunden wurde. Weil sie Mehrverkehr bringen würde, wird sie schon jetzt bekämpft.

Mitte Februar trafen sich die betroffenen Organe beim Bundesamt für Strassen (Astra) zur Lösungsfindung für den Knoten Speerstrasse/Autobahnzubringer. Als einzige involvierte Partei liess sich die Linthebene Melioration (LM) als Grundeigentümerin der Speer-strasse entschuldigen (wir -berichteten). Dem widerspricht Geschäftsführer Stephan Hauser. «Wir wurden kaltschnäuzig ausgeladen, indem der Termin auf jenen Tag an-gesetzt wurde, an dem wir nicht teilnehmen konnten.» Vielleicht haben die Verantwortlichen bereits geahnt, dass eine Teilnahme der LM unangenehm hätte werden können. Denn just einen -Monat nachdem das Astra gegenüber unserer Zeitung bestätigte, eine -Lösung gefunden zu haben, meldet sich die Linthebene Melioration zu Wort: zu Ungunsten des Astra – und der gefundenen Lösung.

Stephan Hauser betont, dass die gewählte Lösung bekämpft werde. Seiner Meinung nach könne es nicht sein, dass man eine Variante favorisiere, die für Mehrverkehr auf den ortsbekannten Schleichwegen und im Dorfkern sorge. Dies im Zeitalter, wo sämtliche Dörfer bestrebt seien, den Verkehr bestmöglich ausserhalb am Kern vorbeizu-führen. Es sei eine Frage der Zeit, bis es zu Unfällen mit Schulkindern komme.

Auch befürchtet er, dass mit der Umsetzung dieser sogenannten Sofortmassnahme letztlich ganz auf die Entschärfung verzichtet würde.

Ist Linksabbiegeverbot geplant?

Die Frage, welche Lösung bevorzugt werde, beantwortet Hauser nicht. Das Astra habe eine Informationssperre verhängt. Doch wer Eins und Eins zusammenzählen kann, weiss, dass weder Temporeduktion, noch zusätzliche Einspurstrecke, Kreisel oder eine Lichtsignalanlage zu Mehrverkehr im Dorf führen würde. Einzige Möglichkeit, so scheint es, wäre ein Linksabbiege-verbot aus der Speerstrasse in Richtung Buttikon und ab dem Zubringer in Richtung Benken. Bestätigt wurde diese Lösungsvariante aber (noch) von niemandem.

Ausführlicher Bericht in der Printausgabe vom Freitag, 15. März 2019.