Regierung weist Beschwerden gegen Nutzungsplan «Vollanschluss Halten» ab

Es ist ein weiterer, wenn auch kleiner Schritt: Der Regierungsrat hat alle Beschwerden gegen den kantonalen Nutzungsplan «Zubringer Halten» abgewiesen, wie das Baudepartment in einer Medienmitteilung schreibt. Das Bundesamt für Strassen (Astra) ist bereit, den Halbanschluss Halten zwischen Pfäffikon und Schindellegi zu einem Vollanschluss auszubauen. Voraussetzung ist, dass der Kanton gleich-zeitig einen leistungs-fähigen -Zubringer erstellt. Ziel des neuen Anschluss-werks an die Autobahn ist es, Pfäffikon und Freienbach vom Verkehr zu entlasten und Kapazitätsengpässe zu beseitigen.

Alle Beschwerden abgewiesen

Gegen diesen kantonalen Nutzungsplan sind zwölf Beschwerden eingereicht worden, sieben davon konnten bereits bereinigt werden. Angefochten wurden noch Zuständigkeitsfragen, Abgrenzungen zum Projektgenehmigungsverfahren, eine unzureichende Umweltverträglichkeitsprüfung und die mangelnde Mitwirkung der Öffentlichkeit. Der Regierungsrat hat nun in seinem Beschwerdeentscheid sämtliche Punkte der restlichen fünf Beschwerdeführer – mit Ausnahme einer anderen Aufteilung der Verfahrenskosten – abgewiesen. Er weist darauf hin, dass mit dem Nutzungsplan der notwendige Strassenraum für das geplante Projekt gesichert wird. Bau-liche Details werden allerdings erst im Projektgenehmigungsverfahren festgelegt. Der Entscheid ist auch noch nicht rechtskräftig, erst muss die Beschwerdefrist abgewartet werden.

Alle Optionen bleiben offen

Der Schwyzer Regierungsrat und der Gemeinderat Freienbach haben sich bekanntlich nach einem Vergleich verschiedener Varianten für die oberirdische Ausführung des Zubringers entschieden. Parallel dazu laufen jedoch die Bemühungen des Komitees Halten-Tunnel-Initiative. An der Gemeinde-versammlung Freienbachs vom 12. April wird nun ein Kredit zur Erarbeitung von Vorprojekten für den Zubringer Halten beantragt. Mit diesem Kredit soll einerseits eine landschaftsverträglichere Optimierung der offenen Variante Waldegg mittels Überdachung und/oder Untertunnelung ausgearbeitet werden, sowie ander-seits eine weitere, vollständige Tunnelvariante geprüft werden. Trotz des aktuellen Entscheids der Regierung bleiben den Freienbachern also noch alle Optionen offen. 

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