Ausgabepreis für Börsengang von Stadler bei 38 Franken festgelegt

Stadler Rail geht am Freitag mit einem Ausgabepreis von 38 Franken an die Börse. Dies entspricht einem Platzierungsvolumen von 1,33 Milliarden Franken.

Die Börsenkapitalisierung des Unternehmens liegt zum Ausgabepreis bei 3,8 Milliarden Franken, wie Stadler am Freitag mitteilte. Die Aktien werden ab heute unter dem Ticker-Symbol SRAIL gehandelt.

Die Nachrichtenagentur AWP hatte bereits am Vortag unter Berufung auf mehrere Insider berichtet, dass der Ausgabepreis bei 38 Franken festgelegt werden dürfte. Die Preisspanne für den Platzierungspreis war zunächst mit 33 bis 41 Franken angegeben und später wegen der grossen Nachfrage auf 36 bis 39 Franken eingeengt worden.

Hauptaktionär und Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler, der das Unternehmen 1989 gekauft hatte, hielt bisher 80 Prozent an der Firma. Mit dem Börsengang wird sein Anteil nun auf knapp 40 Prozent sinken. Der Alt-SVP-Nationalrat will auch nach dem Börsengang Ankeraktionär und Verwaltungspräsident bleiben. Sämtliche der platzierten Aktien stammen aus seinem direkten und indirekten Besitz.

Im Vorfeld des Börsengangs hatte sich ein grosses Interesse abgezeichnet. Die Nachfrage sei immens, hatte es am Markt geheissen. «Es gibt viel zu wenige Aktien, damit alle, die mitmachen wollen, auch etwas erhalten», hatte ein Händler bereits vor einer Woche gegenüber AWP gesagt.

Privatanlegern hatte er jedoch geraten, abzuwarten, wie sich die Aktie nach dem Börsenstart entwickelt. Letztlich gelte aber, dass «Stadler Rail eindeutig das Zeug zu einer Volksaktie hat», so der Börsianer.

Stadler stellt unter anderem Regionalzüge, Hochgeschwindigkeitszüge, U-Bahnen und Trams her. Eine starke Position hat das Unternehmen in Europa, wo es gemäss eigenen Angaben drittgrösster Hersteller von Schienenfahrzeugen ist. Derzeit arbeiten 8’500 Mitarbeiter für Stadler.