Schweizer dürften Ende 2019 mehr Geld im Portemonnaie haben

Gute Nachrichten für die Schweizer Arbeitnehmer: Für 2019 zeichnet sich laut ersten Indizien eine Reallohnerhöhung ab – nach zwei Jahren mit Rückgängen.

Das Bundesamt für Statistik (BFS) geht davon aus, dass die Nominallöhne im laufenden Jahr um 0,5 Prozent steigen werden. Das wäre ein Plus im Rahmen des Vorjahres, als die Löhne ebenfalls um 0,5 Prozent zunahmen.

Im Unterschied zum Vorjahr dürfte die Teuerung dieses Plus allerdings nicht wegfressen. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) rechnet derzeit mit einer Inflationsrate von 0,3 Prozent. Somit würden die um Preiserhöhungen korrigierten Reallöhne um 0,2 Prozent steigen.

2018 hatte die Teuerung hingegen bei 0,9 Prozent gelegen, womit unter dem Strich eine Reallohneinbusse von 0,4 Prozent resultierte. Schon 2017 war die Kaufkraft der Löhne um 0,1 Prozent gesunken. Davor allerdings hatten die Arbeitnehmenden in der Schweiz profitiert: Über die letzten fünf Jahre hinweg betrachtet sind die Löhne laut BFS durchschnittlich um 0,6 Prozent gestiegen.

Die Prognosen für das laufende Jahr sind allerdings noch mit Vorsicht zu geniessen. Es handelt sich bei den Angaben zu den Nominallöhnen um die erste von drei Quartalsschätzungen. Und auch die Prognosen der Nationalbank zur Teuerung sind mit grosser Unsicherheit behaftet.