Froome stürzte bei Nasenputzen

Der vierfache Tour-de-France-Sieger Chris Froome befindet sich nach seinem Sturz mit mehreren Knochenbrüchen auf der Intensivstation. Zum Unfall kam es, weil sich der Brite die Nase putzen wollte.

«Er ist in keiner guter Verfassung. Es gibt Stürze und schlimme Stürze, und das war ein schlimmer Sturz», sagte Ineos-Teamchef Dave Brailsford gegenüber BBC Sport. Froome war am Mittwoch bei der Streckenbesichtigung für das Zeitfahren bei der Critérium du Dauphiné in Roanne mit hoher Geschwindigkeit in eine Mauer geprallt. «Wir haben uns seine Daten angesehen, es waren 54 Stundenkilometer», so Brailsford.

Wie der Teamchef von Ineos weiter berichtet, führte die Verkettung mehrerer unglücklicher Umstände zum kapitalen Sturz. Froome und sein Teamkollege Wout Poels hätten sich auf einer technisch schwierigen Abfahrt befunden, als der Brite sich die Nase putzen wollte. «Er signalisierte das Wout und nahm seine Hand vom Lenker. Dann traf ein Windstoss sein Vorderrad. Er verlor die Kontrolle und fuhr direkt in die Wand eines Hauses.»

Froome brach sich beim Unfall den rechten Oberschenkel, die Hüfte, den Ellbogen und und einige Rippen. Nach dem Sturz wurde der Brite zur Operation in die Uniklinik nach Saint-Etienne geflogen. Auch Froomes Frau Michelle sei nun bei ihm im Spital. Für die am 6. Juli beginnende Tour de France fällt Froome aus. «Nun muss er sich voll auf seine Genesung konzentrieren», sagte Brailsford.