Personalverband fordert vom Regierungsrat «ganz normalen Umgang»

Der Ball in Sachen Arbeitsklima im Umweltdepartement liegt nun beim Gesamtregierungsrat.  Bild zvg

Bruchstückhaft und meist ohne Namensnennung dringen irgendwelche Aussagen über das Arbeitsklima im Schwyzer Umweltdepartement unter der Leitung von Regierungsrat René Bünter nach aussen. In einem Interview äusserte sich Bünter im April zu Vorwürfen und gab unter anderem zu, dass ihm «der Kragen schon mehrere Male geplatzt ist».

Manche bangen sogar
um ihren Arbeitsplatz

Zuvor hiess es bereits, dass eine allfällige Aufhebung des Amtes für Natur, Jagd und Fischerei (ANJF) geprüft werde, und Bünter selbst bestätigte, dass die Regierung den Zeitpunkt als richtig erachte, «das ganze Departement auf Optimierungen zu prüfen». Dieses Interview hat nach Aussagen des Präsidenten des Personalverbandes des Kantons Schwyz, Elias Tresch, dazu geführt, dass die Verunsicherung bei den Angestellten im Amt gestiegen sei und manche sogar um ihre Arbeitsstelle bangen.

«Anlärmen und beschimpfen»

«Der Ton» spiele zudem eine nicht unwesentliche Rolle. «Anlärmen und beschimpfen passt nicht zu einem Regierungsrat, und als Regierungsrat sollte man die Wortwahl besser einschätzen können», sagt Personalverbands-Präsident Tresch. Die Wertschätzung der Arbeit der Mitarbeitenden fehle, weshalb der Personalverband für seine Mitglieder einfordert, dass von allen Vorgesetzten ein «ganz normaler Umgang mit ganz normaler Wertschätzung gepflegt wird». Diese Forderung formulierte der Personalverband in einem Schreiben an den Gesamtregierungsrat. Darin verlangt die Gewerkschaft der Schwyzer Kantonsangestellten auch eine externe Stelle, die in die Prüfung, ob es eine Reorganisation im Umweltdepartement braucht, miteingebunden wird und den ganzen Prozess begleitet.

Der Personalverband wird immer wieder mit Anliegen einzelner Mitarbeitender konfrontiert, eine Häufung, wie sie nun aus dem Umweltdepartement vorliegt, sei sehr selten.

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