Spanien nach Overtime-Sieg gegen Australien im WM-Final

Spanien darf weiter auf den zweiten WM-Titel nach 2006 hoffen. Die Iberer bezwingen an der Basketball-Weltmeisterschaft in China in den Halbfinals Australien 95:88 nach zweiter Verlängerung.

Im dritten Viertel lagen die Spanier mit bis zu elf Punkten in Rückstand. Entscheidend für den spanischen Triumph war ein erfahrenes Trio. Marc Gasol, der in der ersten Hälfte der regulären Spielzeit nur gerade vier Freiwürfe getroffen hatte, kam am Ende auf 33 Punkte. Der 34-jährige Center spielt auf Klubebene für den NBA-Champion Toronto Raptors. Spielmacher Ricky Rubio (19 Punkte, 12 Assists), der in der NBA bei den Phoenix Suns unter Vertrag steht, verzeichnete ein Double-Double. Sergio Llull (17 Punkte) traf in der zweiten Verlängerung zwei Würfe von hinter der Dreipunktelinie.

Australien, das noch nie an Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen eine Top-3-Platzierung erreichte, verlor an diesen Titelkämpfen nach zuvor sechs Siegen erstmals. Topskorer für das Team aus Down Under war der ebenfalls in der NBA spielende Patty Mills (San Antonio Spurs) mit 34 Punkten.

Im Final vom Sonntag, der ebenfalls in Peking stattfindet, trifft Spanien auf den Sieger des zweiten Halbfinals zwischen Argentinien und Frankreich, dem Viertelfinal-Bezwinger von Titelverteidiger USA.