Definitives Urteil im Fall Grab

Wie der Eidgenössische Schwingerverband (ESV) mitteilt, ist die Sperre gegen Martin Grab aus Rothenthurm nun rechtskräftig. Die 21-tägige Frist sei ohne Einsprache abgelaufen, und der Entscheid ist nicht an den internationalen Sportgerichtshof weitergezogen worden.

Das heisst konkret, dass der Rothenthurmer wegen Dopingmissbrauchs für sämtliche Sportarten und jegliche Funktionen im Sport für zwei Jahre gesperrt ist. Der 40-jährige Grab muss nun als Präsident des Schwingklubs Einsiedeln per sofort zurückzutreten. Die Vollzugsmeldung muss der Schwingklub bis am 15. November schriftlich an den Obmann des ESV, Paul Vogel, dokumentieren.

Weiter muss Martin Grab bis Ende November die beiden gewonnenen Kränze vom Zuger Kantonalen Schwingfest 2018 und vom Schwyzer Kantonalen 2018 an die Geschäftsstelle des ESV senden. Sein Sieg am Zuger Kantonalen und sein Kranzgewinn am Schwyzer Kantonalen in Sattel werden aberkannt. Jedoch wird er nicht von der Rangliste gestrichen und auch die Kranzquote wird nicht neu berechnet.

Damit scheint nun das letzte Kapitel im Fall Grab geschrieben zu sein. Der Rothenthurmer Spitzenschwinger beteuerte stets seine Unschuld. Den Fall nun weiter an den Sportgerichtshof zu ziehen, hätte Martin Grab und auch seine Familie aber wohl nur noch mehr belastet, und auch finanziell wäre ein solcher Gerichtsstreit sehr aufwendig gewesen.(BdU)