USA werfen Iran «ungeheuerliches» Verhalten vor

Die USA haben im Atomstreit mit dem Iran den Ton noch einmal verschärft. Diesmal kritisiert US-Aussenminister Mike Pompeo das Mullah-Regime in der Islamischen Republik.

Er bezeichnete das Festhalten einer Inspekteurin der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) als einen «ungeheuerlichen und ungerechtfertigten Akt der Einschüchterung», wie das US-Aussenministerium am Freitag (Ortszeit) mitteilte. Die Inspekteure müssten die Möglichkeit haben, ihrer Arbeit nachzugehen.

Der Iran hatte in der vergangenen Woche nach eigenen Angaben einer IAEA-Inspekteurin den Zutritt zur Atomanlage in Natanz verweigert, weil bei der Sicherheitsschleuse ein Sprengstoffdetektor angeschlagen habe. Die IAEA wies die Darstellung des Irans zurück und teilte mit, die Inspekteurin sei daran gehindert worden, den Iran zu verlassen.

Pompeo warf dem Iran zudem vor, keine plausible Erklärung für potenziell nicht deklarierte Kernmaterialien zu haben, für welche die IAEA Beweise gefunden habe. Der Iran müsse erklären, woher diese Materialien stammten und wo sie sich jetzt befänden. «Die Vereinigten Staaten unterstützen die Überwachungs- und Prüfungsaktivitäten der IAEA vollkommen, und wir sind über den Mangel einer zufriedenstellenden Zusammenarbeit des Irans beunruhigt.»