Über 5000 Forderungen an Thomas Cook in Pfäffikon

Ende September stellte der britische Tourismuskonzern Thomas Cook, einer der wohl ältesten Reiseanbieter der Welt, seinen Betrieb ein. Betroffen vom Konkurs sind nicht nur rund 600  000 Touristen, sondern auch weltweit rund 21 000 Beschäftigte. Auch gegen die Schweizer Tochterfirma mit Sitz in Pfäffikon  wurde der Konkurs eröffnet. Jetzt zeigt sich, dass das Verfahren gegen Thomas Cook Schweiz zu einem der grössten Konkursfälle der Schweiz wird, wie die «NZZ am Sonntag» gestern berichtete. «Bis jetzt sind mindestens 5130 Gläubigerforderungen eingegangen», sagt Adrian Gygax, stellvertretender Leiter des zuständigen Konkursamtes Höfe gegenüber der «NZZ am Sonntag». Vermutlich seien es aber noch mehr. Die genaue Zahl werde gegenwärtig erhoben. Aufgrund der Menge der Forderungen und der internationalen Dimension des Falles hat das Konkursamt Höfe die Zürcher Wirtschaftskanzlei Baur Hürlimann zur Verfahrensabwicklung beigezogen. Zum Vergleich: Im Konkursfall der Swissair, dem bisher grössten Konkursfall der Schweiz, hatten 10 000 Gläubiger Forderungen eingereicht.

Die Mehrheit der Gläubiger seien Kunden und Geschäftspartner, so Gygax. Sie stammten insbesondere aus der Schweiz sowie aus Deutschland, Österreich, Frankreich, den Niederlanden und Spanien. Wie unsere Zeitung am 18. Oktober berichtete, sind die Löhne der Mitarbeitenden bis und mit Ende 30. September bezahlt worden, was damals das Konkursamt bestätigte. In Pfäffikon beschäftigte Thomas Cook 28 Mitarbeitende.

Auf welche Summe sich die eingegangenen Gläubigerforderungen belaufen, kann das Konkursamt Höfe nicht sagen. Es wird aber mit Sicherheit ein Betrag in Millionenhöhe sein.  Ob die Geschädigten davon etwas wiedersehen, und wenn ja wie viel, ist noch nicht absehbar. «Das Konkursamt verschafft sich gegenwärtig einen Überblick über alle Aktiven und Passiven der Konkursitin», lässt sich Gygax zitieren.  

Thomas Cook Schweiz hatte unter anderem Pauschalreisen angeboten, die übers Internet verkauft wurden.