Rückgang der Baukonjunktur in Ausserschwyz erwartet

Wirtschaftsprognosen rechnen mit einer Abschwächung des Schwyzer Wirtschaftswachstums. Davon betroffen ist insbesondere das verarbeitende Gewerbe und der Bau, der an Triebkraft verliert.

Im letzten Jahr konnte die Schwyzer Wirtschaft um 1,7 Prozent zulegen. Fast alle Branchen zeigten eine Beschleunigung. Die grössten Impulse kamen dabei aus der Investitionsgüterindustrie, der Herstellung von chemischen Erzeugnissen – und dem Baugewerbe. 

Noch im Frühling ging BAK Economics von einem Wachstum der Schwyzer Gesamtwirtschaft von 1,3 Prozent aus. Nun muss das Wirtschaftsforschungsinstitut seine positive Prognose revidieren, wie die aktuelle Ausgabe der Schwyzer Kantonalbank (SZKB) zeigt. So dürfte sich das Wirtschaftswachstum noch im laufenden Jahr auf 0,8 Prozent abschwächen. 

Wertschöpfung sinkt auf –1,3 Prozent

«Das Schwyzer Baugewerbe wächst so stark wie in kaum einem anderen Kanton der Schweiz», schrieb die Schwyzer Kantonalbank in ihrer Wirtschaftsprognose vom Mai 2019, also noch vor sechs Monaten. Heute ist man weniger optimistisch. Zwar gingen weiterhin Wachstumsimpulse von der Bauwirtschaft aus, dies jedoch nur in geringerem Masse, wie die SZKB schreibt. Während die reale Wertschöpfung der Bauwirtschaft – zu der die Immobilienbranche, der Hoch- und der Tiefbau sowie das Baunebengewerbe zählt – im Frühling 2019 noch 2,4 Prozent betrug, wird für 2020 ein Rückgang auf –1 Prozent erwartet. In Ausserschwyz sind es sogar –1,3 Prozent.

Die grössten Impulse für die Ausserschwyzer Wirtschaft gehen von der Nahrungs- und Genussmittelindustrie (vor allem Käse, Schokolade), dem Gastgewerbe und der Investitionsgüterindustrie aus.

Rückgang der Baukonjunktur wird in Ausserschwyz stärker sein

Für den Rückgang verantwortlich dürfte die kleinere der Zahl der Baubewilligungen und Baugesuche im Kanton Schwyz sein, was immer auch auf einen Rückgang der Baukonjunktur hindeutet. In Ausserschwyz wird ein stärkerer Rückgang als im inneren Kantonsteil erwartet.

Vollständiger Bericht in der Ausgabe vom Mittwoch, 20. November.

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