Mujinga Kambundji und Christian Stucki sind Sportler des Jahres

Die Leichtathletin Mujinga Kambundji und der Schwingerkönig Christian Stucki heissen die Schweizer Sportler des Jahres. Die beiden werden an der TV-Gala in Zürich für ihre Leistungen 2019 geehrt.

Die Wahl bei den Frauen entwickelte sich zu einer klaren Sache. Die Berner Sprinterin Mujinga Kambundji setzte sich überlegen vor der Kombinations-Weltmeisterin Wendy Holdener, der Siegerin von 2017, und der Tennisspielerin Belinda Bencic durch.

Für Kambundji endete damit ein Jahr, das nach anfänglichen Schwierigkeiten einem Steigerungslauf gleicht, mit einem weiteren Höhepunkt. Erst zweieinhalb Monate sind vergangen, da schaffte Kambundji im Wüstenstaat Katar Historisches, indem sie sich als erste Schweizer Sprinterin an einer Freiluft-WM eine Medaille umhängen liess. An den Titelkämpfen in Doha gewann sie nach dem 200-m-Finallauf die Bronzemedaille.

Kambundji ist die erste Leichtathletin seit Anita Weyermann im Jahr 1999, die als Sportlerin des Jahres ausgezeichnet wurde. Trotz ihrer erst 27 Jahren ist Kambundji schon seit einem Jahrzehnt über die Leichtathletik hinaus schweizweit bekannt. Nun hat es für sie im vierten Anlauf – bereits 2014, 2015 und 2018 war sie in der Hauptkategorie nominiert – mit dem Award geklappt.

Auch Stucki mit einer Premiere

Eine Premiere gelang auch Christian Stucki. Er ist der erste Schwinger überhaupt, der sich in der seit 1950 durchgeführten Sportlerwahlen über die Auszeichnung «Sportler des Jahres» freuen kann. Athleten mit ausschliesslich nationalen Meriten hatten es in der Vergangenheit nicht leicht, sich gegen Schweizer Weltstars durchzusetzen. Wenn einer das «Unmögliche» möglich machen sollte, dann vielleicht Stucki, der seit letztem August mit 34 Jahren älteste Schwingerkönig der Geschichte. Der Hüne aus dem Bernbiet geniesst landesweit – von Jung bis Alt – viele Sympathien.

Das bestätigte auch das Wahlresultat. Stucki lag in der Vorwahl durch die Sportmedien und Spitzensportler nur auf Platz 3, überflügelte dann aber dank den zahlreichen Stimmen der Sportfans am Fernsehen die Konkurrenz. In der Endausmarchung schwang der Berner mit 30,3 Prozent aller Stimmen obenauf und setzte seiner Königs-Saison damit die Krone auf. Roger Federer, mit sieben Einzel-Awards der Rekordgewinner, kam als Zweitklassierte auf 21,59 Prozent. Platz 3 (15,99 Prozent) ging an den achtfachen Mountainbike-Weltmeister Nino Schurter, der im Jahr zuvor erstmals die Sportlerwahl gewonnen hatte.