Innerrhoder Landsgemeinde abgesagt – Urnenabstimmung im August

Die Appenzell Innerrhoder Landsgemeinde, deren Verschiebung von Ende April auf den 23. August vorgesehen war, findet nicht statt. Die Standeskommission (Regierung) hat auf das gleiche Datum Urnenabstimmungen angesetzt.

Auch die Bezirksgemeinden, die traditionell jeweils kurz nach der Landsgemeinde stattfinden, sind abgesagt, wie die Innerrhoder Regierung am Freitag mitteilte. Der Grund für die Absage sind die Einschränkungen wegen der Coronakrise. So sind Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen bis Ende August verboten.

Die Kantone könnten für Landsgemeinden und Gemeindeversammlungen zwar von dieser Vorgabe abweichen, schreibt die Standeskommission. Es müsse aber ein wirksamer Ansteckungsschutz gewährleistet sein. «Dies ist insbesondere bei Versammlungen mit deutlich mehr als 1000 Leuten eine schwierige Aufgabe».

Die nötigen Massnahmen würden sich massiv auf den Charakter der Landsgemeinde auswirken. Hinzu komme, dass beim Landsgemeindegottesdienst und bei den üblichen Festivitäten nach der Landsgemeinde die allgemeinen Einschränkungen des Bundes über Menschenansammlungen und das Abstandhalten gelten.

Die Regierung habe daher beschlossen, die verschobene Landsgemeinde ganz abzusagen. Eine nochmalige Verschiebung der wäre nicht zielführend. Es bestehe das Risiko, dass die Landsgemeinde wegen einer zweiten Ansteckungswelle oder wegen einschränkender Bundesvorgaben wieder nicht durchgeführt werden könnte.