Merkel auf erster Auslandsreise seit Corona-Ausbruch in Brüssel

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat sich zum Auftakt ihrer ersten Auslandsreise seit Beginn der Corona-Pandemie mit EU-Parlamentspräsident David Sassoli getroffen.

«Ich freue mich, dass meine erste Auslandsreise nach Ausbruch der Pandemie mich nach Brüssel und dabei ins Europäische Parlament führt», sagte Merkel am Mittwochmittag zu Beginn der Gespräche. Deutschland sei in seiner am 1. Juli begonnenen EU-Ratspräsidentschaft auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Parlament angewiesen und wolle diese auch pflegen.

«Es geht in der Zeit der nächsten Monate um die grosse Aufgabe, uns um die Eindämmung der Pandemie zu bemühen, die Folgen zu bewältigen», sagte Merkel. «Wir stehen vor einer nicht gekannten Situation des wirtschaftlichen Einbruchs, der Sorge um Arbeitsplätze», betonte sie.

Merkel warb in diesem Zusammenhang noch einmal um einen ambitionierten Wiederaufbauplan. Das Geld, das man jetzt dafür wolle, solle nicht einfach investiert werden, um wieder hinzukommen, wo man gewesen sei, «sondern um auch einen Schritt in die Zukunft zu gehen». Als Beispiele nannte sie den Klimawandel und die Digitalisierung.