Märchler Obstbäume leiden häufiger unter Feuerbrand als andere

Triebinfektion mit Schleimtropfen, der wiederum viele Bakterien zur Weiterverbreitung enthält. (Bild: Kathrin von Arx)

Seit 1997 werden im Kanton Schwyz Feuerbrandinfektionen verzeichnet. Damals waren 135 Pflanzen betroffen. Zehn Jahre später schrieb man sozusagen Feuerbrand-Geschichte. Das Jahr 2007 ging aufgrund guter Infektionsbedingungen in der Blütezeit als Rekordjahr in die Statistik ein. Betroffen waren 1935 Hochstamm-Obstbäume, 4162 Niederstamm-Obstbäume und 2866 weitere Pflanzen.

Wie Kathrin von Arx, Pflanzenbau-Expertin im kantonalen Amt für Landwirtschaft, erklärt, wurden damals sowohl die Bewirtschafter als auch die Fachstellen von der Situation überrascht. Als Folge der massiven Ausbreitung wechselte man deshalb 2008 von der Tilgungs- zur Eindämmungsstrategie.

Ein besserer Schutz vor Feuerbrand ist möglich

Über zehn Jahre sind seither vergangen – und Feuerbrand ist immer noch ein leidiges Thema. Llaut der Pflanzenbau-Expertin ist der äussere Kantonsteil meist stärker betroffen als der innere. Hotspots in einzelnen Gemeinden gebe es zwar nicht, aber den Bezirken nach bewertet, traf es die March in diesem Jahr einiges stärker als die Höfe oder eben die Region Innerschwyz. Entsprechend bleibt in den Bezirken March und Höfe die Feuerbrandmeldepflicht trotz Gesetzesänderung, mit Ausnahme einzelner Gebiete wie zum Beispiel dem Wägital.

Feuerbrand-Erreger sind in unserem Kanton nicht mehr auszulöschen. «Wir müssen damit leben», hält Kathrin von Arx vom Amt für Landwirtschaft, Fachgebiet Pflanzenbau, fest. Damit leben bedeutet, dass Prävention betrieben werden muss. Bei Befall müssen Besitzer von Wirtspflanzen rasch handeln, um das Infektionspotenzial zu reduzieren, wenn möglich den Baum zu retten und gleichzeitig die umliegenden Pflanzen zu schützen. Ähnlich wie beim Coronavirus könne man aber auch bei der Feuerbrandbekämpfung alleine nicht viel ausrichten. «Nur gemeinsam kann der Feuerbrand in Schach gehalten werden», so von Arx.

Vollständiger Bericht in der Ausgabe vom Freitag, 31. Juli, zu lesen.

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