Grenzüberschreitungen im Lidernengebiet

Vom Gipfel des Rossstocks schweift der Blick zum Chaiserstock (links) und Fulen (rechts), die beide etwas höher, aber schwieriger zu besteigen sind als der Rossstock. (Bild: Urs Attinger)

Wir wollen auf den 2461 Meter hohen Rossstock steigen, den dritthöchsten Berg nach dem Chaiserstock und dem Fulen im Lidernen-Gebiet. Zuerst führt uns unser Weg zur Lidernenhütte des Schweizer Alpenclubs. Sie weist einen der kürzesten Zustiege aller SAC-Hütten auf und wird in circa 15 Minuten ab der Chäppelibergbahn erreicht. Christian Affolter und Eliane Schiess sind im ersten Jahr Hüttenwarte der heimeligen Unterkunft.

Aussicht bis nach Ausserschwyz

Wir nehmen den weiss-rot-weissenBergwanderweg in Richtung Rossstock und steigen an einer kleinen Alp, wo der Älpler gerade mit der Mähmaschine Heu mäht, vorbei zum Mälchplatz hoch. Von dieser kleinen Ebene führt der Weg, der manchmal etwas ausgeschwemmt ist, alles dem Gratrücken entlang hinauf in südöstlicher Richtung zum Rossstock. Der Weg ist nur an wenigen Stellen sehr steil, meist leitet er in angenehmer Steigung in Richtung des höchsten Punkts. Relativ weit oben gelangt man auf dem Weg an den Rand der westseitigen Klippe und blickt durch eine im Grat klaffende Lücke auf mehrere Hundert Meter tiefer gelegene Geröllfelder – eindrücklich.

Eine Viertelstunde vor dem Gipfel zweigt die «Rossstockrundtour» ab. Sie führt jedoch über eine acht Meter hohe, mit Ketten versicherte Klippe ostwärts hinab. Diese Variante werden wir uns heute nicht gönnen. Nach etlichen Zickzack-Kehren winkt uns der Gipfel mit einem schmideisernen Kreuz, einem Rasenplätzchen und einem Sandwich. Auch für einen kleinen Schwatz mit einem Urner Berggänger ist Zeit.

Die Sicht reicht von den Glarner- bis zu den Urner-Alpen, und auch die Schwyzer kommen nicht zu kurz: Die Rigi thront zwischen Vierwaldstätter- und Zugersee, der Gnipen über Goldau gibt sich gemütlich. Nördlich ragen die Fronalpstock-Chlingenstockkette und dahinter die Mythen auf. Und selbst nach Ausserschwyz blickt man: In der Ferne im Dunst stehen die Kuppen von Gross und Chli Aubrig.

Vollständiger Bericht in der Ausgabe vom Freitag, 7. August, zu lesen.

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