Lehrpersonen sollen keine Corona-Kontrolleure sein

Der Schulanfang in Ausserschwyz wird am Montag fast wie gewohnt verlaufen – Corona hin oder her. (Bild: Anouk Arbenz/ Archiv)

Die Schulferien gehen zu Ende, nächste Woche startet in Ausserschwyz die Primar- und Oberstufe ins neue Schuljahr, eine Woche später das Gymnasium und die Berufsfachschule. Da stellt sich die Frage, wie stark der Schulbetrieb durch Corona eingeschränkt wird.

Die simple Antwort für den Kanton Schwyz lautet: praktisch gar nicht – es gibt kein Homeschooling mehr, und Halbklassen oder Maskenpflicht im Unterricht waren noch gar nie ein Thema. Einfach möglichst Abstandeinhalten (Ausnahme Primarstufe),Hygieneregeln beachten und den gesunden Menschenverstand walten lassen, rät Patrickvon Dach als Departementssekretär des Bildungsdepartements.

Sie würden auch davon ausgehen, dass alle Kinder gesund aus den Ferien zurückkehren. Insofern bleibt Schwyz seinem Ruf treu, nicht gleich jedem Trend nachzuhecheln.

Schülerschaft nicht ausfragen

So weit alles klar, nur – wie wird an unseren Schulen mit den Ferienrückkehrern aus Risikoländern verfahren? Fragen die Lehrpersonen die Schülerinnen und Schüler, wo sie ihre Ferien verbracht haben, um sie dann gleich in Quarantäne zu schicken, falls sie zum Beispiel auf dem spanischen Festland oder in den Balkanstaaten waren? Nein, die Lehrpersonen hätten keinen Kontrollauftrag, versichert der Departe mentssekretär. Sollte der Verdacht aufkommen, dass Quarantäneregeln nicht eingehalten werden, würde man sicherlich über die Schulleitung zu den Eltern gelangen, so von Dach.

Quarantäne gilt als entschuldigt

Auch hier gelte es, von Fall zu Fall zu unter- und entscheiden. Die Schulverantwortlichen vor Ort wüssten am besten, wann Handlungsbedarf besteht. Übrigens: Sollte ein Kind in Quarantäne müssen, weil es aus einem Risikoland kommt, gelte dies als entschuldigte Absenz, erklärt Patrick von Dach. Und zwar egal, ob selbst verschuldet oder nicht. Das heisst, auch wenn Eltern bewusst in ein betroffenes Gebiet gereist sind, darf ihr Kind entschuldigt der Schule fernbleiben. «Wir wollen niemanden stigmatisieren», begründet von Dach diese Toleranz. Ansonsten würden diese Kinder von den Eltern allenfalls trotzdem in die Schule geschickt werden, was dann definitiv nicht wünschenswert wäre.

Vollständiger Bericht in der Ausgabe vom Freitag, 7. August, zu lesen.

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