Viel Neuschnee steigert Lawinengefahr und stört Bahnverkehr

Über ein halber Meter Neuschnee ist in den Bergen in der Nacht auf Donnerstag gefallen. Die Lawinengefahr ist gross, im Kanton Uri verschüttete eine Lawine eine Strasse. Auf dem Schienennetz gab es am Donnerstagmorgen zahlreiche Störungen.

Nach einer milden Nacht sickerte am Donnerstagmorgen kalte Luft aus Nordosten in die Schweiz, wie SRF Meteo auf Twitter meldete. Damit sank auch die Schneefallgrenze. Im Osten und ganz im Norden schneite es am Morgen bereits bis in tiefste Lagen.

In den Bergen schneite es bereits in der Nacht stark. So kamen etwa in Arosa GR seit Mittwoch 65 Zentimeter Neuschnee dazu, wie Meteonews auf Twitter schrieb. Und es schneie kräftig weiter. In Arosa gab es in den letzten 40 Jahren nur dreimal mehr Neuschnee, wie Meteoschweiz auf Twitter zu berichten wusste.

Lawine verschüttet Strasse

Im Kanton Uri ging in der Nacht auf Donnerstag eine Lawine nieder. Wie Alertswiss meldete, ist infolge des Lawinenniedergangs die Strassenverbindung zwischen Seedorf und Isleten gesperrt. Schäden wurden der Urner Polizei keine gemeldet, wie es auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA hiess. Die Lawine sei ausgangs Seedorf niedergegangen, sagte ein Polizeisprecher. Die Feuerwehr sei vor Ort.

Wegen der grossen Lawinengefahr stellte die Matterhorn Gotthard Bahn am Donnerstagmorgen den Autoverlad Oberalp zwischen Andermatt UR und Sedrun GR ein, wie es auf Twitter hiess. Aus dem gleichen Grund stellte die Bahn den Betrieb zwischen Niederwald VS und Hospental UR ein. Eine Ersatzbeförderung sei zurzeit nicht möglich.

Das Winterwetter sorgte für weitere Störungen des Bahnverkehrs. So war wegen Lawinengefahr am Donnerstagmorgen auch die Strecke zwischen Andermatt UR und Tschamut-Selva GR unterbrochen. Und wegen starker Winde fielen am Donnerstagmorgen zwischen Weissbad AI und Wasserauen AI sämtliche Züge aus, wie die SBB meldeten.