Home Edition startet mit einem Abend mit Niccolò Castelli

Mit einer Ansprache von Bundespräsident Guy Parmelin startet am Mittwochabend die Home Edition der 56. Solothurner Filmtage. Der Eröffnungsfilm «Atlas» wird sowohl im Internet wie auch auf den TV-Sendern SRF 2, RSI LA 2 und RTS 2 ausgestrahlt.

Diese Wahl zeige, dass das Festival nicht nur ein wichtiges Zeichen für die Vielfalt setze, sondern auch eine starke, junge Stimme des Schweizer Films vorstelle, sagte Anita Hugi, Direktorin der Solothurner Filmtage, bei der Bekanntmachung im vergangenen Jahr. «Atlas» ist nach «Tutti Giù» der zweite lange Spielfilm des 1982 in Lugano geborenen Regisseurs und Autors Niccolò Castelli. Die Geschichte handelt von Allegra, die Opfer eines Terroranschlags wurde, bei dem drei ihrer Freunde ums Leben kamen.

«Atlas» ist zusammen mit zehn weiteren Spiel- und Dokumentarfilmen, darunter «Beyto» von Gitta Gsell oder «Schwesterlein» von Stéphanie Chuat und Véronique Reymond für den Prix du Public nominiert. Im Anschluss an die Eröffnungsvorführung ist auf der Website der Solothurner Filmtage ein kostenloses Gespräch mit dem Filmemacher Castelli und dem Kameramann Pietro Zuercher zu sehen.

Frauen in Überzahl

170 Filme aller Genres, Länge und Landessprachen umfasst das diesjährige Programm insgesamt. Mit 651 Produktionen seien besonders viele Einsendungen eingegangen (626 im Vorjahr), sagte Anita Hugi an der Medienkonferenz Anfang Januar. Zwölf aktuelle Dokumentar- und Spielfilme, darunter die Weltpremieren «Nachbarn» von Mano Khalil, «Scent of Fear» von Mirjam von Arx oder «Watch Over Me» von Farida Pacha, sind im Rennen um den Prix de Soleure.

Mit acht Regisseurinnen, fünf Regisseuren und einer Ko-Regie von zwei Filmemacherinnen, sind die Frauen in der Geschichte des Jurypreises erstmals in der Überzahl. Der mit 60’000 Franken dotierte Hauptpreis der Solothurner Filmtage wird am 26. Januar zum 13. Mal vergeben.

In der Kategorie «Opera Prima» wird erstmals ein mit 20’000 Franken dotierter Preis für ein Erstlingswerk vergeben. Der transversal angelegte Wettbewerb umfasst alle Langfilmdebüts der offiziellen Auswahl in den Reihen Panorama Schweiz, Prix de Soleure und Prix du Public. «Von Fischen und Menschen» von Stefanie Klemm sowie «Wild – Jäger und Sammler» von Mario Theus gehören dazu.